Führung auf Augenhöhe erleben mit dem tgim-Format Meet & Lead Fri, 06 Jun 2025 13:25:30 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://thank-god-its-monday.org/wp-content/uploads/2023/08/cropped-2023-08_Logo-tgim-gelb-freigestellt-1-32x32.png Führung auf Augenhöhe erleben mit dem tgim-Format Meet & Lead 32 32 3 Wege: So beeinflusst Sprache deinen Führungsstil https://thank-god-its-monday.org/fuehrungsstil-und-sprache https://thank-god-its-monday.org/fuehrungsstil-und-sprache#respond Thu, 25 Apr 2024 09:31:49 +0000 https://thank-god-its-monday.org/?p=10397 Bei unserem letzten Meet & Lead stand das Thema „3 Wege, wie Sprache deinen Führungsstil ... Weiterlesen ...

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Bei unserem letzten Meet & Lead stand das Thema „3 Wege, wie Sprache deinen Führungsstil verändern kann“ im Mittelpunkt und unsere Lisa, frisch gebackene NLP-Masterin, teilte mit uns spannende Erkenntnisse.
Wir möchten sie nun auch mit dir hier teilen.

1) Was ist NLP überhaupt?

NLP steht für „Neurolinguistische Programmierung“ und ist eine faszinierende Methode zur Kommunikation und persönliche Entwicklung. Sie basiert auf der Erkenntnis, dass Sprache und Gedanken einen direkten Einfluss auf unser Verhalten haben. Durch NLP können wir unsere Denkmuster erkennen, besser verstehen und beeinflussen. Es ermöglicht uns, bewusster zu handeln und die Macht der Sprache gezielt einzusetzen, um unsere Wahrnehmung der Welt zu formen, unsere Interaktionen zu verbessern und ein erfüllteres Leben zu führen.

Entwickelt wurde NLP in den 1970er Jahren von Richard Bandler und John Grinder, die die Arbeit erfolgreicher Therapeuten der Zeit, wie Virginia Satir, eine Pionierin der Familientherapie, und Milton H. Erickson, einen Begründer der modernen Hypnotherapie analysierten und für andere nachvollziehbar systematisierten. Heute ist NLP ein vielseitiges Werkzeug, das uns hilft, effektiver zu kommunizieren und unsere Ziele zu erreichen.

2) 3 Wege wie Sprache deinen Führungsstil verändern kann

Bei unserem Event tauchten wir in die Welt des NLP ein und erhielten nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Einblicke und Anwendungsbeispiele. Dazu zählten das Beneficial Thinking-Methode, Reframing und die Sprachmodellierung.

beneficial thinking Führungsstil

2.1) Beneficial Thinking

Die Analogie des Hauses im Gehirn verdeutlicht, wie unsere Reaktionen durch unterschiedliche Hirnregionen beeinflusst werden. Schau dir gern unser Erklärvideo an, um zu verstehen, wie die Anwendung von „Beneficial Thinking“ in der Führung zu einem positiveren Arbeitsumfeld beitragen und Mitarbeiter ermutigen kann, aus Fehlern zu lernen.

2.2) Refraiming

Der Schlüssel zur Veränderung von Emotionen und Reaktionen liegt in der Veränderung von Worten und Gedanken. Durch bewusstes positives Reframing können wir selbst schwierige Situationen in einem positiven Licht sehen und dadurch unsere Gefühle und Reaktionen beeinflussen.
Beispiel: wenn Tim nicht auf eine E-Mail antwortet, könnten wir entweder denken, dass er mich nicht respektiert oder leiden kann und sich daher Zeit lässt oder aber wir denken, dass er sich gerade vielleicht besonders bemüht, eine gründliche Antwort zu formulieren, weil es ihm bei mir besonders wichtig ist. Diese Herangehensweise ermöglicht es uns, Menschen mit positiven Reaktionen zu überraschen und sie damit zu inspirieren. Die Forschung zeigt sogar, dass positive Handlungen genauso ansteckend sind wie negative – ein „Dominoeffekt“ wird in beiden Fällen ausgelöst!
 

Refraiming Führungsstil

2.3) Sprachmodellierung

Löschanker Führungsstil
a) Wie du Aussagen löschst

In der Welt der Kommunikation können selbst die kleinsten Worte enorme Auswirkungen haben. Ein bemerkenswertes Beispiel dafür ist das unscheinbare „ABER“. Häufig führt seine Verwendung dazu, dass Gespräche in eine negative Richtung gelenkt werden, da es einen Widerstand, Widerspruch oder eine Ablehnung signalisiert.

Im Gegensatz dazu bietet das konstruktive „JA, UND“ eine Alternative. Es schafft Raum für Zusammenarbeit und fördert eine positive Gesprächsatmosphäre, indem es die Ideen anderer akzeptiert und ergänzt.

Mit dieser bewussten Verwendung von Worten können wir eine effektive Kommunikation fördern, in der unterschiedliche Standpunkte respektiert und konstruktiv miteinander verbunden werden.

Meta-Modell Führungsstil
b) Wie du Aussagen generalisierst, tilgst, verzerrrrrst

Auch das Meta-Modell spielt eine wichtige Rolle. Es hilft dabei, die Oberflächen- und Tiefenstruktur von Sprache zu verstehen und verborgene Bedeutungen zu entdecken. Menschen verwenden oft unbewusst Generalisierungen, Tilgungen und Verzerrungen in ihrer Kommunikation, die es zu entschlüsseln gilt.
Beispiel: Wenn du in eine Runde wirfst, jeder solle an ein Tier denken, wird sich schnell herausstellen: jeder denkt an etwas anderes, was zeigt, wie unterschiedlich unsere Wahrnehmungen sein können.

Um diese Konzepte zu verdeutlichen, können wir uns einige Beispiele ansehen. Wenn jemand sagt: „Ich habe dafür keine Zeit“, können wir fragen: „Wie lange dauert es denn genau?“ oder „Woran erkennst du, dass du keine Zeit hast?“. Präzise Fragen helfen dabei Generalisierungen, Tilgungen und Verzerrungen aufzudecken und damit einen womöglich großen „Problemberg“ in kleine Bröckchen zu zerbrechen.

Diese Methoden ermöglichen es uns, zu erkennen, wie selbst kleine Veränderungen in unserer Sprache immense Auswirkungen auf unser Denken und Handeln haben können. Durch den Austausch, eine interaktive Übung und Diskussionen konnten wir uns mitnehmen, wie wir diese Techniken in unserem täglichen Leben anwenden können – sei es im Umgang mit Herausforderungen am Arbeitsplatz, in persönlichen Beziehungen oder bei der persönlichen Entwicklung.

Meet & Lead Führungsstil

3) Fazit: Die Macht der Sprache nutzen

NLP zeigt uns, dass wir die Macht haben, unsere Realität durch unsere Worte zu formen. Indem wir bewusster kommunizieren und unsere Denkmuster hinterfragen, können wir unseren Führungsstil verbessern und erfolgreicher mit anderen interagieren. In einer Welt voller Möglichkeiten ist NLP ein wertvolles Werkzeug, um das Beste aus uns herauszuholen.

Melde dich gerne bei uns. Wir freuen uns, dich kennenzulernen!

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Nachhaltigkeit: einen Unterschied machen https://thank-god-its-monday.org/nachhaltigkeit https://thank-god-its-monday.org/nachhaltigkeit#respond Fri, 03 Nov 2023 08:46:38 +0000 https://thank-god-its-monday.org/?p=8843 Auf der Suche nach Veränderung können auch kleine Dinge einen großen Unterschied und Nachhaltigkeit bewirken. ... Weiterlesen ...

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Auf der Suche nach Veränderung können auch kleine Dinge einen großen Unterschied und Nachhaltigkeit bewirken. Bei unserem letzten Meet & Lead ging es genau darum. Wir haben hier eine kleine Zusammenfassung für dich, mit der wir dir Mut machen möchten, im Kleinen anzufangen, um Großes zu bewirken.

Übersicht

  1. Die Gastgeber
  2. Nachhaltigkeit beim Wein
  3. Co-Working
  4. Generation Z
  5. Fazit: Was wir dir mitgeben möchten

Das Video des Abends findest du hier.

1) Die Gastgeber

Bei vielen der vergangenen Meet & Leads hatten wir den Wein von der Weinschmiede in Bickenbach. Kirsten und Alex Bode sind kürzlich in eine neue Location gezogen und präsentierten uns diesmal nicht nur verschiedene leckere Weine, sondern nahmen uns auch mit in das Thema „Nachhaltigkeit“ mit hinein, das ihnen sehr am Herzen liegt. Hierfür haben sie zum einen das Unternehmen „CONABO“ gegründet. Das Unternehmen bietet Beratungsdienstleistungen an, die Unternehmen helfen sollen, die Herausforderungen der digitalen Transformation zu bewältigen und nachhaltig erfolgreich zu sein, ohne ständige und wichtige Marktinnovationen zu verpassen. Ob bei der Geschäftsmodellentwicklung oder Prozessdigitalisierung begleiten sie die Unternehmen bei der entsprechenden Umsetzung. Auch arbeiten sie hier mit einem Reifegradmodell für eine Entwicklung von nachhaltigen Geschäftsmodellen:

Reifegradmodell

Die Kriterien zur Erfassung der einzelnen Indikatoren kannst du hier finden.
Und das, was sie bei CONABO lehren, leben sie auch selbst. Auch bei der Weinschmiede und dem Wein.

2) Nachhaltigkeit beim Wein

Nachhaltigkeit heißt hier nicht nur „Bio“. Es heißt vor allem auch:

  • Plastikkapseln weglassen
  • Verpackungspapier wiederverwenden
  • Mehrwegflaschen einsetzen
  • Neue Verpackungsmaterialien testen (z.B. Flaschen aus Papier)
  • Piwi-Rebsorten (= pilzwiderstandsfähige Rebsorten) ausbauen

Alle diese Maßnahmen helfen ganz konkret Emissionen zu sparen und machen den Weingenuss damit nachhaltiger!
Auch im Weinberg selbst können Winzer viel für die BIO-Diversität machen, beispielsweise die Wiese zwischen den Rebstöcken nicht mähen, sondern „plätten“, um die Feuchtigkeit erhalten zu können.
In der Weinschmiede haben sich Kirsten und Alex genau auf diese Winzer fokussiert und wählen sie gezielt unter den Nachhaltigkeitsaspekten aus. Über dieses Angebot wollen sie im Handel die Nachfrage für diese tollen Weine steuern.

Das können wir uns sicherlich alle abschauen – ob nun Unternehmer, Geschäftsführer, Führungskraft oder auch Privatperson: Kaufe ich das in Plastik eingepackte Gemüse oder gehe ich lieber auf den Markt? Wähle ich den billigsten Lieferanten oder den, der in seinem Produktionsprozess auf Umweltschutz achtet? Fahre ich mit meinem großen Wagen vor oder nehme ich das Rad?
Vor allem Führungskräfte haben eine starke Vorbildfunktion und sind ein Multiplikator ihres eigenen Handelns.
Vergiss nicht: die jungen Generationen achten heutzutage genau auf solche Dinge, wenn sie sich ihr künftiges Unternehmen als Arbeitgeber aussuchen 😉

Nachhaltigkeit

3) Co-Working

Darüber hinaus bieten sie übrigens neben der Weinschmiede im historischen Bahnhof Bickenbach einen Co-Working-Space an.
Schau ihn dir hier gerne selbst mal an.

4) Generation Z

Die Generation Z (geboren zwischen Mitte der 1990er und Mitte der 2010er Jahre), zeigt ein starkes Interesse an Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz und sozialer Verantwortung. Diese Generation legt großen Wert auf die ethischen und ökologischen Praktiken von Unternehmen, wenn es darum geht, Produkte zu kaufen oder sich für einen Arbeitsplatz zu entscheiden:

Meet & Lead
  1. Nachhaltigkeit in Unternehmen: Die Generation Z priorisiert Unternehmen, die sich aktiv für Umweltschutz und soziale Verantwortung einsetzen. Deine Erwähnung von Unternehmen, die auf nachhaltige Praktiken setzen, sowohl in Bezug auf Produkte als auch interne Prozesse, könnte für sie besonders relevant sein.
  1. Kleine Taten, große Wirkung: Der Text betont die Bedeutung kleiner Handlungen und wie diese in der Summe einen großen Einfluss haben können. Dieser Gedanke passt gut zur Generation Z, die sich oft für kleine, aber kraftvolle Handlungen einsetzt, um Veränderungen herbeizuführen.
  1. Vorbildfunktion von Führungskräften: Der Abschnitt, der die Vorbildfunktion von Führungskräften hervorhebt, ist auch für die Generation Z von Bedeutung. Diese Generation sucht nach Vorbildern, insbesondere wenn es um ethische Fragen und Nachhaltigkeit geht.

Diese Generation legt also nicht nur als Konsumenten, sondern auch als zukünftige Führungskräfte und als Teil der Belegschaft großen Wert auf nachhaltige Praktiken. Sie sehen Nachhaltigkeit nicht nur als Trend, sondern als Grundwert und als entscheidenden Faktor bei der Wahl von Produkten, Arbeitsplätzen und sogar bei der eigenen Zukunftsgestaltung. Wie Unternehmen und Führungskräfte diese Werte in den Fokus rücken, könnte für die Generation Z besonders relevant sein.

5) Fazit: Was wir dir mitgeben möchten

Die Bedeutung von Nachhaltigkeit hat sich längst über traditionelle Umweltaspekte hinaus ausgeweitet und bildet auch in der Führung von Unternehmen eine zentrale Säule. Für Führungskräfte bedeutet Nachhaltigkeit nicht nur ökologische Verantwortung, sondern auch einen umfassenden Ansatz, der in strategischer Planung, Prozessen und im Unternehmensethos verankert ist. Es erfordert ein Verständnis dafür, wie Unternehmen ökonomisch, sozial und ökologisch langfristig erfolgreich sein können.

Kleine Veränderungen können große Wirkung entfalten. Oft übersehen, tragen sie bedeutend zur Veränderung bei. Ein verzichteter Plastikdeckel, wiederverwendetes Verpackungsmaterial oder eine gemeinsame Arbeitsumgebung – scheinbar unscheinbar, doch in Summe kraftvoll. Sie sind die Bausteine des Wandels, die unser Denken und Handeln prägen. Die Macht des Kleinen liegt darin, dass es den Anstoß für Veränderungen bietet, die oft über das Offensichtliche hinausgehen und so den Weg zu einer nachhaltigen, bedeutungsvollen Entwicklung ebnen. Kleine Taten, große Wirkung: ein Grundsatz, der in der Unternehmensführung, in der Rolle als Vorbildfunktion wie auch im Leben generell stets von Bedeutung ist.

Weitere Blogartikel zu unserem Meet & Lead findest du hier.
Melde dich gerne auch zur nächsten Veranstaltung an!

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Eigenschaften von Hochleistungsteams https://thank-god-its-monday.org/eigenschaften-von-hochleistungsteams https://thank-god-its-monday.org/eigenschaften-von-hochleistungsteams#respond Mon, 24 Jul 2023 11:50:08 +0000 https://thank-god-its-monday.org/?p=7599 Was kann man von Hochleistungsteams (z.B. Notfallmedizin, Cockpit, Boxenstop etc.) lernen?Das war das Thema des ... Weiterlesen ...

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Was kann man von Hochleistungsteams (z.B. Notfallmedizin, Cockpit, Boxenstop etc.) lernen?
Das war das Thema des letzten Meet & Leads, in das uns Yasmin Schütte von der IMPAKT GmbH mit hineinnahm. Wie immer haben wir die wichtigsten Punkte für dich festgehalten, damit du mit dieser offenen Frage nicht zurückbleiben musst, sondern auch an den Erkenntnissen des Abends teilhaben kannst!

Übersicht

  1. Hochleistungsteams und VUCA
  2. 13 wissenschaftlich belegte Hypothesen
  3. Die gemeinsame Vision
  4. Überlappende Qualifikationen
  5. Einheitliche Prinzipien und Werte
  6. Dienende Führung
  7. Fazit

1) Hochleistungsteams und VUCA

IMPAKT ist eine Mittelstandsberatung, die sich auf Vertrieb, Digitalisierung und Wachstum für inhabergeführte Unternehmen spezialisiert hat. Akademische Expertise verschmilzt hier mit waschechter Praxiserfahrung und einer gesunden Portion Hemdsärmeligkeit.
Wenn Yasmin nicht gerade hier unterwegs und beschäftigt ist, springt sie auch gerne mal aus dem Flugzeug. Hier finden wir (gezwungenermaßen) Hochleistungsteams, denn hier ist es unerlässlich, gut miteinander zu arbeiten. Doch Hochleistungsteams finden wir nicht nur beim Fallschirmspringen, sondern in jedem Bereich – ob beim Sport, im Cockpit, der Notfallmedizin oder auch der Sterneküche etc.

Doch wieso ist es eigentlich so wichtig, dass diese Teams so gut zusammenarbeiten?
Weil Fehler zum Tod führen können oder Leistung in äußerster Präzision und nur in Zusammenarbeit gefordert sind.

Diese Teams haben gelernt, in sehr herausfordernden Situationen (VUCA-Situationen) eine Leistung zu erbringen, die z.B. Leben rettet, oder eben auch kostet, wenn diese nicht ausreichend gut erbracht wird. Eine Diskussion über Zuständigkeiten, während ein Schwerverletzter vor dem Team auf der Bare liegt, wäre hier ein tödliches Desaster. In vielen Büros tägliche Realität.

Hochleistungsteams

Der gefallene Begriff „VUCA“ kommt schon aus den 80er Jahre. Die Abkürzung steht für „Volatility“ (Volatilität), „Uncertainty“ (Ungewissheit), „Complexity“ (Komplexität) und „Ambiguity“ (Mehrdeutigkeit), um die Herausforderungen zu beschreiben, mit denen auch Organisationen und Individuen in einer sich schnell verändernden und unsicheren Umgebung konfrontiert sind. Traditionelle Herangehensweisen reichen hier oft nicht mehr aus, um erfolgreich zu sein; Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und eine proaktive Haltung sind erforderlich. Bei Teams, wie in der Notfallmedizin, herrschen andauernd solche Bedingungen. Komplexität muss unglaublich schnell erfasst werden und es ist wichtig, dass Menschen miteinander gut funktionieren, um Leben zu retten. Somit sind aufgrund ihrer „VUCA“ Erfahrung Hochleistungsteams in einer „VUCA“ Welt für Organisationen ein gutes Vorbild.

2) 13 wissenschaftlich belegte Hypothesen

Nach empirischen Analysen 2012 durch Pawlowsky und Steinberger wurden folgende Hypothesen über Hochleistungsteams aufgestellt.

Hypothesen

Die klingen schon gut, oder? Stell dir mal vor, dein Team würde genau so miteinander arbeiten…
Und wie kommt man nun dahin?

3) Die gemeinsame Vision

„Ein High-Performance Team hat immer eine gemeinsam geteilte Vision.“ Dadurch seien die Teamziele für jeden einzelnen immer präsent und die Teammitglieder intrinsisch motiviert genau dieses Zielbild zu erreichen. Gerade auch im Sport bringe man viele Opfer: Muskelkater, blaue Flecken oder andere Verletzungen, wenig Schlaf, es kostet viel Geld… Wenn da keine gemeinsame Leidenschaft dahinter stehe, würden die Menschen das auch nicht mitmachen und aushalten wollen. Um die Leidenschaft gemeinsam auszurichten, sei eine Vision von Nöten. Und nicht irgendeine Vision, sondern eine gemeinsame Vision, die bei allen Beteiligten auch auf Resonanz stoße und die Leidenschaft unterstütze. Der Gewinn der Meisterschaft mit dem Pokal in der Hand, sei hier ein motivierendes Zielbild in den Köpfen der Teammitglieder, welches man sich immer wieder vor Augen holt, um genug Willen für Hochleistung zu haben.

Yasmin fasste zusammen: „Wenn du ein Hochleistungsteam aufbauen möchtest, dann brauchst du eine gemeinsame Vision.“

4) Überlappende Qualifikationen

Hochleistungsteams arbeiten mit „T-Shaped Professionals“ (T). Das bedeute, dass man als Spezialist tiefes Fachwissen hat (I) und daneben auch funktionsübergreifendes Wissen als Generalist besitzt (-). So könne man gemeinsam miteinander anpacken und arbeiten; die Silo-Denkweise wird vermieden.

Yasmins Lebensgefährte ist Pilot und sie erzählte von Fred Fugen (Red Bull Athlet), der den Traum hatte, über dem Mont Blanc aus dem Flugzeug zu springen. Dafür hatte er Yasmins Lebensgefährten gebeten, mit ihm und dem Spezialteam gemeinsam diese Vision umzusetzen: 10.000 Meter über dem Mont Blanc, nahe dem Rande der Atmosphäre und ohne Druckanzüge.
In diesem Team war es wichtig, dass jeder seine Rolle bis in die Tiefe verstanden hatte und gleichzeitig das funktionsübergreifende Wissen überlappend sichergestellt wurde. Nur so konnte der Sprung gelingen.

5) Einheitliche Prinzipien und Werte

Hochleistungsteams haben psychologische Sicherheit. Das bedeutet, dass ein grundsätzliches Vertrauen untereinander und gegenseitiger Respekt vorhanden seien.
Die Kenntnis und das Wissen, was die anderen machen, sind dabei sowohl für Vertrauen als auch für Respekt Voraussetzung. Dazu kommt außerdem, dass es wichtig ist, flache Hierarchien zu halten und eine gesunde Fehlerkultur zu leben. Sicherlich kennst du das Beispiel vom Piloten und dem Co-Piloten: es passieren weniger Unfälle und Fehler, wenn der Co-Pilot fliegt, da der Pilot den Co-Piloten eher auf Fehler aufmerksam macht als andersherum. Um Fehler zu vermeiden und ein gutes Miteinander leben zu können, ist also eine gelebte Fehlerkultur sehr wichtig.

6) Dienende Führung

Die Führung von Hochleistungsteams habe eine ganz zentrale Bedeutung, insbesondere dann, wenn es zeitkritisch wird. Die Punkte, auf die es ankomme, sind:

  • Die Führungskraft kennt die Teammitglieder und deren Fähigkeiten extrem gut
  • Führung bedeutet für Bestleistungen zu befähigen
  • Transparenz (Management by Empowerment)

Es gehe also vor allem darum, eine Führungskraft als Coach zu sein, d.h. kein „Ansager“ oder „Lenker“, sondern viel mehr ein „Befähiger“ zu sein.

7) Fazit

„Gedanken brauchen nicht nur Flügel, sondern auch ein Fahrgestell zum Landen.“
Neil Armstrong

Vieles können wir uns als Führungspersonen für uns und unsere Arbeit von Hochleistungsteams abschauen.
Vor allem die gemeinsame Vision zur Ausrichtung sowie Vertrauen und Respekt, um eine gute Basis für ein 100% Miteinander zu ermöglichen, sind unerlässlich.

Danke an Yasmin für den tollen Input!

Und Danke auch an die Weinschmiede in Bickenbach für den leckeren Wein, der uns den Abend verwöhnt hat.
 

Wenn du beim nächsten Meet & Lead dabei sein möchtest, schau gerne hier vorbei 🙂

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Veränderung durch OKR https://thank-god-its-monday.org/veraenderung-durch-okr https://thank-god-its-monday.org/veraenderung-durch-okr#respond Fri, 31 Mar 2023 13:38:48 +0000 https://thank-god-its-monday.org/?p=7068 Von der Konsumentenhaltung zum motivierten Mitarbeiter… Es war wieder mal Zeit für ein nächstes Meet ... Weiterlesen ...

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Von der Konsumentenhaltung zum motivierten Mitarbeiter…

Es war wieder mal Zeit für ein nächstes Meet & Lead – diesmal bei uns im schönen Lorsch. Die Frage des Abends lautete „Wie mache ich aus einer Konsumentenhaltung eine Motivationshaltung, wecke Engagement und entlaste mich selbst als Führungskraft?“. Dirk Rödl von der Dichtungstechnik GmbH nahm uns mit in seine Reise der Veränderung, die er unter anderem durch die OKR-Methode erzielen konnte. Falls du nicht dabei sein konntest, schau dir hier gerne unser Video zum Abend an.

Übersicht

  1. Status Quo
  2. OKR-Methode
  3. Den Rubikon überschreiten
  4. Die Veränderung
  5. Was passiert mit „beratungsresistenten (zweifelnden) Mitarbeitenden“?
  6. Fazit

Status Quo

Die Dichtungstechnik GmbH ist ein kleines mittelständisches Unternehmen aus Bensheim mit ca. 20 Mitarbeitern plus Aushilfen. Mit einem umfangreichen und gut sortierten Lager voller Dichtungen kümmert sich die Dichtungstechnik GmbH mit dem Slogan „Schnell. Zuverlässig. Fair.“ um ihre Kunden.

Als Dirk 2021 die Geschäftsführung übernahm, fand er eher folgendes vor: wenig Eigenverantwortung, wenig gestalterische Freiheit, keine Fehlerkultur, zentralistische Führung eher „von oben herab“. Er wuchs in diese „DNA“ mit hinein. Doch wer kennt es denn nicht von sich, wenn er ehrlich in sich hereinschaut: „Ich mache es lieber selbst“ anstatt „es“ und damit auch ein Stück Kontrolle abzugeben?
Gleichzeitig kamen verschiedene Fragen auf: „Wie lange kann das auf diesem Weg noch gut gehen?“, „Wann wird mein Akku auf diese Art und Weise leer werden?“, „Wie wird meine Rolle bei den Mitarbeitenden wahrgenommen?“, „Was fördert diese Art auch bei den Mitarbeitenden?“.

„Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“

– Georg Christoph Lichtenberg
  Heute beschreibt Dirk das Unternehmen eher folgendermaßen: dynamisch, engagiert, mit einer gepflegten und gelebten Feedbackkultur und mit Raum für Ideen & Mitsprache.

1) OKR-Methode

Am Anfang steht immer die Erkenntnis – die Erkenntnis und das Eingestehen, dass etwas anders werden soll, dass man anpacken möchte. … und dann kam TGIM um die Ecke. „Thank god it’s monday? Ja, das ist das, was ich bei meinen Mitarbeitenden erreichen möchte!“
Wir stellten ihm die OKR-Methode vor. Kennst du sie schon?

Die Methode geht auf die 80er Jahre zurück. In ihnen entwickelte Andy Grove, ein ehemaliger Intel-Manager, ein Konzept zum Umsetzen ambitionierter #Unternehmensstrategien, die über das, was man alleine erreichen kann, hinausgehen. Das Ganze auf Basis des „Management by Objectives“ („Führen über Ziele“), wie der Name „Objectives & Key Results“ bereits andeutet.

OKRs sind eine Methode, die perfekt zu unserer heutigen Welt passt, in der die Führung nicht das ganze Wissen besitzt, um die besten Entscheidungen zu treffen, sondern die Experten in den Teams zu finden sind.

Damit begleiten die OKRs regelrecht (in) die Selbstorganisation durch Zielsetzung und Messung von Ergebniskennzahlen.

OKRs halten das Ziel vor Augen, forcieren Absprachen und schaffen damit einen Fokus, auf den gebündelt alle Energie fließen kann. Durch OKRs kann man in voller Transparenz gemeinsam Ziele erreichen, denn jeder weiß durch die Key Results genau, wann das Ziel erreicht ist.

OKR

Dennoch kamen hier zunächst Zweifel auf: „OKR – noch nie gehört… schaffen wir das? Ist das zu viel Unsicherheit in der Gruppe? Gebe ich da etwas aus der Hand, dass ich dann nicht mehr kontrollieren kann?“
Und doch setzte er den Leitsatz „Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst.“ entgegen und ist heute (erlebbar 🙂 ) begeistert von dieser Methode!

2) Den Rubikon überschreiten

Hast du davon schon mal gehört?

Die Redewendung „den Rubikon überschreiten“ stammt aus der römischen Geschichte und bezieht sich auf einen historischen Moment im Leben von Julius Caesar. Der Rubikon war ein Fluss in Norditalien, der die Grenze zwischen der römischen Provinz Gallia cisalpina und dem römischen Kernland bildete.

Im Jahr 49 v. Chr. stand Caesar mit seinen Truppen am Ufer des Rubikons und hatte die Entscheidung zu treffen, ob er den Fluss überqueren und somit die Grenze zum römischen Kernland überschreiten würde. Damals gab es ein Gesetz, das es einem römischen Feldherrn verbot, mit bewaffneten Truppen das römische Kernland zu betreten. Caesar traf schließlich die Entscheidung, den Rubikon zu überschreiten und damit die Grenze zu überschreiten. Er soll dabei ausgerufen haben: „Die Würfel sind gefallen“ („Alea iacta est“). Seitdem wird die Redewendung „den Rubikon überschreiten“ metaphorisch verwendet, um zu beschreiben, dass jemand eine entscheidende, unumkehrbare Handlung unternimmt, die oft mit Risiko oder Konsequenzen verbunden ist.

3) Die Veränderung

Dirk wollte also weg vom bisherigen Zustand. Dazu gehörte es auch, Dinge anzusprechen, die sonst vielleicht keiner ansprechen möchte und so brachte er z.B. das Thema „Flexible Arbeitszeiten“ mit in den OKR-Prozess. Er gab den Startschuss und überlies den Mitarbeitenden die komplette Ausarbeitung des Themas: sie haben sich Gedanken dazu gemacht und ihm ein durchdachtes Konzept vorgestellt. Schlussendlich lief es noch besser als erwartet!
Was ist also passiert?

  • Die Mitarbeitenden engagieren sich in Bereichen, die in ihrem Vertrag gar nicht festgehalten sind.
  • Themen, die sonst eher unter den Tisch fallen würden, werden nun aktiv angegangen.
  • Die Mitarbeitenden entwickeln eigene Ideen und das auch gerne. Sie freuen sich, einen Beitrag zum Unternehmen leisten zu können. (Zitat: „Jetzt werden endlich mal Themen angegangen, die sonst niemand anpacken möchte!“)
  • Erfolge werden gefeiert. (Sie haben eine Glocke angebracht, die geläutet wird, wenn es einen Grund zum Feiern gibt. So werden die Erfolge auch miteinander und untereinander geteilt.

Wenn sie begeistert von dem sind, was sie tun, und auch jeder einen eigenen Beitrag leisten kann, führt das zu motivierten Mitarbeitenden.

4) Was passiert mit „beratungsresistenten (zweifelnden) Mitarbeitenden“?

Ist Veränderung möglich?
„Ja“, sagt Dirk, „auch wenn es nicht immer einfach ist.“ Auch ist es nicht so, dass nach der Einführung der OKRs einfach alles gut war. Immer wieder und wohl überall gibt es Mitarbeitende, die sich querstellen und eher als „Bremsklötze“ und „Zweifler“ auftreten. Und es kann Arbeit sein, die sich lohnt.
Mitarbeitende möchten teilhaben. Es sei wichtig, sie einzuladen, zu inspirieren und Möglichkeiten zu schaffen, einen eigenen Beitrag zu leisten. Dirks Lösung: Kommunikation – viel reden und viel mehr kommunizieren als früher, Mitarbeitende einbeziehen und dann vor allem durch Ergebnisse überzeugen. Denn diese bleiben bei der OKR-Methode nicht aus 😉
Stattdessen kamen Kommentare von neu gewonnen Mitarbeitenden wie, „Ich kenne das so nicht, es ist toll, wie ihr arbeitet!“

5) Fazit

Nach dem Schlafen ist das Arbeiten laut Studien die zweithäufigste Beschäftigung in unserem Leben. Lohnt es sich dann nicht sehr, diese Zeit für alle Beteiligten so angenehm wie möglich zu gestalten?
Danke Dirk für den Einblick in dein Unternehmen und dessen Entwicklung! Das war großartig und hat uns sehr inspiriert!

Begleitet wurde unser Abend passend zu den wärmer werden Temperaturen mit einem trockenen Rosé („Clarette“, Weingut Knipser) und einem Weißwein (Binger Riesling). Hier kannst du die spannende Geschichte anschauen, die sich hinter diesem Weißwein verbirgt. Danke in diesem Zusammenhang auch an Alex und Kirsten Bode von den Weinschmieden in Bickenbach.

Wenn du mehr über die OKR-Methode erfahren willst, schau dir hier gerne Julias kurzes Erklärvideo an oder schreib uns eine Nachricht! 🙂

Video des Abends

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Die „lost generation“ für mein Unternehmen gewinnen https://thank-god-its-monday.org/meet-lead-lost-generation https://thank-god-its-monday.org/meet-lead-lost-generation#respond Fri, 27 Jan 2023 12:34:37 +0000 https://thank-god-its-monday.org/?p=6895 Führung & Generation Z – neue Wege, neue Verantwortung … praktische Tools mit success-stories Am ... Weiterlesen ...

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Führung & Generation Z – neue Wege, neue Verantwortung

… praktische Tools mit success-stories

Am 19. Januar 2023 war es endlich wieder soweit und unser Meet & Lead fand erneut in Mannheim statt. Diesmal waren wir bei der Joblinge gAG in Mannheim zu Gast und das Thema des Abends, in das uns Simon Lindmayer mit hineinnahm, lautete: „Die „lost generation“ für mein Unternehmen gewinnen – praktische Tools mit success-stories“.

Mit der Vision „Jeder Jugendliche findet mit uns den Weg in den Ausbildungsmarkt“ ist die Joblinge gAG bundesweit mit 30 Standorten tätig und kümmert sich um die jungen Nachwuchskräfte in Deutschland. Jährlich sind es etwa 2.000 Jugendliche, die sie unterstützen, während in Deutschland ca. 430.000 Jugendliche arbeitslos oder in Maßnahmen des Übergangssystems sind.

Die Teilnehmenden bei den Joblingen sind

… zwischen 15 und 27 Jahren alt.
… mit einer niedrigen bis mittleren Qualifizierung ausgestattet.
… trotz höheren Abschlusses orientierungslos.
… teilweise (mehrfach) gescheitert.
… digital oft abgehängt.

Simon stellte uns zunächst einen beispielhaften Lebenslauf einer Jugendlichen vor. Aus dem Teilnehmerkreis kamen hierzu verschiedene Stimmen, was auffällig sei und / oder ob man diese Person einstellen würde:

– Das Studium sei nicht abgeschlossen.
– Muttersprache sei nicht Deutsch.
– Kulturelle und kommunikative Herausforderungen seien sehr wahrscheinlich.
– Sie habe gute Voraussetzungen: 6 Semester Studium als Frau in Saudi-Arabien!

Warum wurde sie nicht genommen, sondern ist trotz ihres Studiums bei einem einfachen Aushilfsjob an der Kasse gelandet?

2,5 Mio. Jugendliche (Dunkelziffer) haben keine abgeschlossene (Schul-)Ausbildung und / oder sind entweder durch eigenes Verschulden oder Schicksalsschläge abgehängt und damit nicht mehr erreichbar. Und genau hier möchten die Joblinge entgegenwirken: Bei den Joblingen in der Rhein Neckar Region würden 87 % erfolgreich in Ausbildungsberufe vermittelt. Seit 2016 vermitteln sie Azubis und bleiben auch Ansprechpartner für die Unternehmen und unterstützen die Azubis während der Ausbildungszeit.

Simon stellte klar: Das Problem des Fachkräftemangels könne an diesem einen Abend nicht gelöst werden. Die Frage, die man sich stattdessen stellen sollte, sei die, ob wir unsere Zielgruppe eigentlich noch wirklich kennen. Auch hier kamen unterschiedliche Stimmen aus dem Teilnehmerkreis:

– Eine Teilnehmerin pflichtete bei, dass es wirklich kaum Beratung gebe. Sie habe in der Schulzeit einen Test gemacht, woraufhin ihr der Job als Tankstellenwartin empfohlen wurde. Sie habe dann erstmal das Abitur gemacht, um dann weiterzusehen.

– Eine weitere Teilnehmerin berichtete, sie habe einige der „lost Souls“ ausbilden dürfen und mit ihnen im Schulungszentrum gemeinsam gearbeitet. Was dabei wichtig sei: die Jugendlichen abzuholen und wirklich zu sehen. Auch Neues auszuprobieren und Praktika anzubieten, sei sehr hilfreich und zielführend gewesen.

Was war „früher“ anders?

Die Teilnehmenden waren sich einig, dass gerade das Elternhaus, die Erziehung und das Umfeld eine tragende Schlüsselrolle spielen. Die Erziehung und der Respekt vor den Eltern hat sich verändert. So geht die Tendenz heute häufig zu einer Überbehütung. Auch die Gesellschaft habe einen starken Einfluss und wenn die Bedingungen, Werte und ähnliches schon im Kindergarten und der Schule nicht stimmten, würden falsche Grundlagen gelegt.

Was glaubst du, wie viele Ausbildungsberufe es in Deutschland gibt? 😊

Die Teilnehmenden schätzen von 180 bis 5.000. Simon klärte auf: ca. 330. Dennoch tauchten bei den Jugendlichen immer wieder dieselben und max. 10 verschiedene Wunschberufe auf. Aktuell sei vor allem der Beruf des/r Immobilienkaufmanns/-frau oder „irgendwas im Büro“ hoch im Trend. Vor allem Lehrer und Eltern seien die Inspirationsgeber für den späteren Beruf.

Simon betonte, es gehe nicht mehr nur um die jungen Leute, sondern es müsse hier ein Umdenken in der Gesellschaft stattfinden: „Wie fange ich diese jungen Leute auf?“!

Aus dem Teilnehmerkreis kamen hier beistimmende Kommentare, denn auch wenn es heute leichter sei, den Beruf zu wechseln und / oder sich nach seinen Stärken einzusetzen, sei eine Grundausbildung zum Start in das Berufsleben unerlässlich. Das Problem dabei sei jedoch häufig, genügend Ausbilder zu finden und die Frage zu klären, wie denn überhaupt ausgebildet werden soll. Denn häufig sei die Motivation bei nicht deutschsprechenden Jugendlichen höher als bei deutschsprechenden. Sollten dann nicht genau diese Personen mit hoher Motivation den Job ausüben? Doch auch die Geduld bei den Ausbildern sei oft nicht ausreichend vorhanden, da sie noch die Zeit gewohnt sind, in der sie nur Abiturienten einstellen konnten.

Unter der Frage „Warum involvieren wir Jugendliche nicht an der Ausarbeitung entsprechender Veränderungsprozessen?“ stellte Simon eine These auf: „Junge Menschen haben das Interesse an einer Ausbildung nicht verloren, sondern wir als ArbeitgeberInnen und ArbeitsmarktexpertInnen verlieren auf ausgetretenen Wegen den Kontakt zur Zielgruppe. Junge Menschen haben ein Recht auf Inspiration!“ Und doch passiere dies viel zu selten!

Simon berichtete, dass er immer wieder merke, wie er und die Kollegen von den Jugendlichen bei der Arbeit und auch im Allgemeinen Handeln, Tun und Auftreten beobachtet werden und wie anhand ihres Handelns auch der Berufskontext der Jugendlichen geprägt werde.
 Uns sollte bewusst sein, dass wir in unserem Tun (meist unbemerkt) beobachtet werden und gerade für junge Leute eine Inspiration seien oder sein könnten.

Was für die Joblinge zähle:

Weitere Gedanken…

Egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund oder mit „holprigen“ Lebensläufen – die Joblinge gAG beschäftigt sich von morgens bis abends mit den Jugendlichen und sind daher wirklich Experten für diese Generation.

Was bedeutet denn nun „lost generation“?

Es gehe nicht nur darum, dass die Jugendlichen selbst „lost“ seien, sondern auch darum, dass die Unternehmen zunehmend die Chance verpassen, die Generation wirklich abzufangen. Ist die Generation denn wirklich „lost“ oder sollte nicht vielmehr ein Umdenken in den Unternehmen stattfinden? Vielleicht stimme es auch gar nicht, dass die neue Generation nichts mehr draufhabe und zu hohe Ansprüche habe. Sollten vielleicht die Erwartungen u.ä. verändert und angepasst werden statt auf den nachwachsenden Generationen „herumzuhacken“?

Zwar arbeiten Simon und das Team mit so manchen „Exoten“, aber das eben ist genau die Generation, die die Firmen eigentlich gewinnen wollen. Die Joblinge kooperieren mit Unternehmen und Organisationen, vermitteln Jugendliche und begleiten diese auch über die Ausbildung hinaus mit Workshops in ihren Räumlichkeiten, was vor allem auch für kleinere Betriebe attraktiv ist, die mit dem ein oder anderen Azubi manchmal überfordert sind.

Wenn du auch Unterstützung brauchst, darfst du dich daher gerne auch an die Joblinge wenden!

DANKE

Das Wort des Abends war für uns „Inspiration„.
Simon war uns eine Inspiration und hat uns dazu inspiriert, eine Inspiration zu sein. Danke für deinen Einsatz, Simon!

Wieder mit dabei war Alex Bode von den Weinschmieden in Bickenbach, der uns zwei superleckere Weine vorstellte, die wir natürlich nun erprobt gerne weiterempfehlen: zum einen hatten wir einen leckeren Weißwein, den Souvigner Gris der Bergsträßer Winzer und zum anderen einen Rotwein „Lost Boys“ – Grenache & Syrah IGP Pays d’Oc Frankreich.

Wer sich fragt, von wem die leckeren Snacks aus dem Video stammen: hier hatten wir für die Olive und Wachtel entschieden und waren wieder einmal mehr super zufrieden.

Vielen Dank für die Inspiration, das Mitmachen und Mitdenken und jedes bereichernde Gespräch.

Gerne auch schon jetzt den 23. März vormerken und das nächste Meet & Lead nicht verpassen!!!

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Führung mit Autorität und Verletzlichkeit https://thank-god-its-monday.org/meet-lead-live-autoritat-und-verletzlichkeit https://thank-god-its-monday.org/meet-lead-live-autoritat-und-verletzlichkeit#respond Sat, 10 Sep 2022 16:56:49 +0000 https://thank-god-its-monday.org/?p=6199 Was passiert, wenn Verletzlichkeit auf Führungsverantwortung trifft Am letzten Mittwoch war es endlich soweit und ... Weiterlesen ...

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Was passiert, wenn Verletzlichkeit auf Führungsverantwortung trifft

Am letzten Mittwoch war es endlich soweit und unser Meet & Lead – Live unter dem Thema „Führung mit Autorität und Verletzlichkeit“ stand an!
Über jeden der dabei war, haben wir uns sehr gefreut!

Die wichtigsten Inhalte aus dem Interview mit Lothar Kreutz (Geschäftsführer TÜV Süd Auto Partner GmbH) haben wir hier zusammengefasst, damit jeder, der dabei war, nochmal nachlesen kann (und jeder, der nicht dabei war, weiß, was er verpasst hat 😉).

Wenn du möchtest, findest du hier einen kleinen Zusammenschnitt, um dir ein Bild von unserem Meet & Lead zu machen😊

Lothar Kreutz im Interview

Lothar hat ganz bodenständig zunächst eine Ausbildung zum Prüfingenieur gemacht und auf diesem Fundament seine Karriere bis zum Geschäftsführer aufgebaut, unter anderem auch in ausländischen Gesellschaften. Seit sieben Jahren ist er nun Geschäftsführer bei der TÜV Süd Auto Partner GmbH und damit zuständig für die Partnerbüros des TÜV Süd und damit Selbstständige und freie Sachverständige.
Julia beschrieb Lothar als „#Menschenmensch“, was Lothar mit einem Lächeln und den Worten „Geht’s den Büros gut, geht’s uns gut.“ gerne bestätigte. Es sei ihm wichtig, ein Vorbild zu sein und das vorzuleben, was er weitergeben möchte. Im Umgang mit Menschen spiele vor allem das Zuhören eine große und sehr wichtige Rolle.

Führung Autorität

Lisa erzählte, dass Lothar leidenschaftlicher Surfer (gewesen) sei und bereits in vielen Teilen der Welt nach den großen Wellen gesucht hatte. Die Frage nach einer möglichen Bedeutung des Surfens (Wellenreiten) für den Alltag als Chef und die Arbeit mit Menschen antwortete Lothar vor allem mit „Fokus & Geduld„. Surfen sei ein interessanter Sport, der für viele schon fast wie eine Religion sei. Man brauche Geduld, denn dass Wellen sofort gut zum Surfen sind, sei nur in Filmen Realität. In Wirklichkeit könne man auch mal Tage auf die „perfekte“ Welle warten. Beim Wellenreiten selbst seien Energie und Fokus wichtig, um den richtigen Moment einer Welle abzupassen und zum Surfen zu nutzen. Und ebendiese Themen seien auch in Bezug auf Mitarbeiter wichtig: Vorbereitung, Geduld, Fokus und Konzentration, um dann im richtigen Moment „liefern“ zu können und den Mitarbeiter oder Partner für das Anliegen zu gewinnen.

Nach dem Zitat „Wenn ich an meine Grenzen stoße, trete ich einen Schritt zurück und gehe eine Ebene höher.“ kam die Frage, wie genau er das umsetze. Seine Antwort war „Abstand“ und dies vor allem auch emotional. Es sei wichtig, sich aus der Situation herauszunehmen, auch mal einen Ortswechsel vorzunehmen und kurz (oder auch mal länger) an die frische Luft zu gehen.
Dies wurde auch durch alle anderen Teilnehmer bestätigt. Ob es nun der Sport in der Mittagspause, ein kurzes Kaffeepäuschen, ein Spaziergang im angrenzenden Wald oder sogar der kurze Besuch eines Baumarktes ist – ein Ortswechsel sei sehr wichtig.

Um seine Mitarbeiter mitzureißen und 100 % hinter sich stehen zu haben, sei es wichtig, offen und ehrlich zu sein, Gefühle zu zeigen und nahbar zu sein. Doch wie sieht das praktisch aus?
Das könne auch heißen, bei einem Anruf oder einer Frage zu sagen „Du, ich kann gerade nicht, ich schaffe es nicht. Ich hatte einen anstrengenden Tag, weil… Aber ich melde mich später bei dir!“ und damit Schwäche zu zeigen oder auch mal Fehler zuzugeben, um damit auch den Mut zu Fehlern zu geben.
Es sei wichtig, die Mitarbeiter anständig, fair und respektvoll zu behandeln und ausreichend zu kommunizieren. Das könne auch bedeuten, die Dinge überspitzt und in der eigenen Wahrnehmung überdeutlich, vielleicht sogar zu hart, auszudrücken. Doch nur direkte, klare und transparente Kommunikation sei verständlich und rüttele wirklich auf, sodass Neues entstehen kann. Sofern es gehe, sollte das Verständnis des Gegenübers wirklich hervorgerufen werden.
Darüber hinaus könne man das Führen seiner Mitarbeiter mit einer Fußballmannschaft vergleichen: jeder habe seine Position, ein Abwehrspieler spielt (i.d.R.) daher nicht im Sturm, es ist eben nicht seine Stärke. Die Führungskraft dürfe hier die Rolle des Coaches einnehmen und an- und begleiten. Selbst mitspielen ist also eher nicht die Rolle von Führung.

Julia habe schon öfter mitbekommen, dass Lothar Autorität und Verletzlichkeit als Geschäftsführer sehr gut miteinander kombiniert bekomme und fragte daher nach Beispielen.
Lothar selbst gab zu, dass es immer wieder ein Auf und Ab war und immer wichtig sei, seinen eigenen Weg zu gehen und durchzusetzen. Denn manchmal habe auch er sich deplatziert und falsch verstanden gefühlt. Wichtig sei Führung durch Motivation im kooperativen Führungsstil. Er gebe seinen Mitarbeitern deswegen sehr viel Freiraum und eigene Verantwortung. Sollte dies böswillig ausgenutzt werden, habe es natürlich auch entsprechende Konsequenzen.
Auf die Frage, wie er mit kritischer „Außenpolitik“ umgehe, obwohl es innerhalb des Teams ja gut funktioniere, erklärte er, dass hinter dieser Kritik sicherlich meist Neid und Respekt stehe. Oft passiere dies auch unterschwellig, ohne dass er es selbst mitbekomme. Wenn er es aber mitbekomme, stelle er sich schützend vor seine Mitarbeiter. Eine Chance sei es außerdem, außerhalb des Teams stehende Mitarbeiter einfach miteinzubeziehen, um so den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Abschließend fragte Lisa noch konkreter nach Tipps, um Mitarbeiter motivieren zu können.
Wichtig sei seiner Meinung nach, die Mitarbeiter in Entscheidungen einzubeziehen, ihnen Vertrauen zu zeigen und an ihre Kompetenzen zu glauben und sich selbst gleichzeitig verletzlich zu zeigen, um ihnen damit zu erlauben, dass sie es auch dürfen.
Aus dem Teilnehmerkreis kam dann die Frage, ob man sagen könne „Der Weg ist das Ziel„. Lothar überlegte und meinte, dass dies in gewisser Weise sicherlich zutreffe, denn „am Ende macht es Spaß, weil sie’s können oder eben anders herum – es muss halt passen„.

Mega oder?
Wir sind total happy, dass wir Teil dieser Reise sein durften und noch immer sein dürfen.

Danke Lothar für deine Einblicke, Danke Sharat für die tolle Location und Danke für alle Beiträge und Fragen aus dem Teilnehmerkreis!

Hast auch du Lust, mit uns auf die Reise zu gehen?
 

Führungskräfte

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Raus aus dem Homeoffice https://thank-god-its-monday.org/homeoffice https://thank-god-its-monday.org/homeoffice#respond Fri, 27 May 2022 10:11:12 +0000 https://thank-god-its-monday.org/?p=5000 Mit dem spannenden Thema Homeoffice: „Vom Großraumbüro zur Begegnungsstätte – wie neue Bürokonzepte Bock auf ... Weiterlesen ...

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Mit dem spannenden Thema Homeoffice: „Vom Großraumbüro zur Begegnungsstätte – wie neue Bürokonzepte Bock auf Montag machen und was es nach der Pandemie braucht, um Mitarbeiter wieder zurück ins Büro zu holen.“ gab uns Jan Siefert den Input für einen tollen Austausch beim letzten Meet & Lead. In Kooperation mit der Weinschmieden Bickenbach wurde außerdem der Wein des Monats – Sauvignon blanc, Reichsrat von Buhl – vorgestellt.


Jan Siefert ist Geschäftsführer & Vice President Operations von Dentsply Sirona in Bensheim. Mit ca. 2.200 Mitarbeitern ist Sirona mit Abstand der größte Arbeitgeber in der Umgebung. Sirona befasst sich mit der Herstellung von Hardware für Zahnarztpraxen und reagierte Anfang 2020 – wie die meisten Unternehmen gezwungenermaßen – auf den Ausbruch der weltweit ausgerufenen Pandemie mit Homeoffice und das tatsächlich mit einer rasenden Geschwindigkeit: innerhalb von wenigen Tagen wurde es von 0 auf 100 umgesetzt.

Übersicht

  1. Die Veränderung durch die Pandemie
  2. Wie kommen die Mitarbeiter nun zurück ins Büro?
  3. Das Beispiel von Sirona
  4. Fazit

Die Pandemie hat die Arbeitswelt grundlegend verändert.

Jan Siefert berichtete, dass die Menschen grundsätzlich Gefallen an den Vorzügen von Homeoffice gefunden haben.

Während das Arbeiten im Homeoffice zuvor eher eine Ausnahme war, arbeitet nun laut Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung rund ein Drittel der Deutschen von zu Hause aus.

Und das habe seinen ganz eigenen Effekt: laut einer aktuellen Studie des Future Forum von Slack möchten nur 17 % der Arbeitnehmer permanent ins Büro zurückkehren. 83 % der Befragten wünschen sich stattdessen weiterhin ein mobiles oder hybrides Arbeiten, also eine Mischung aus Büroarbeit und Homeoffice.

Wie kommen die Mitarbeiter nun zurück ins Büro?

Zur Beantwortung dieser Frage stellte Jan Siefert zunächst eine Hypothese auf:
Das Büro der Zukunft lässt sich nicht auf seine rein funktionalen Aufgaben reduzieren, sondern soll ein Kultort sein, an dem Unternehmenskultur spürbar, erlebbar wird, ein Ort, der anziehend wirkt. Stationäre Arbeitsplätze für Einzelproduktivität weichen zunehmend Flächen der Vernetzung, das Büro verfügt über unterschiedliche Räume, die zum Lernen, Entspannen, Konzentrieren, Brainstormen und Kommunizieren einladen.

Das Büro

Grundsätzliche brauche es einen Ort, an dem die Kultur gefördert werden könne. Das Büro werde zum Identifikationsort.
Denn Kultur sei geprägt durch persönliche Nähe. Diese sei im mobilen Arbeiten tatsächlich nur schwer erreichbar ;-). Das Büro sei ein wichtiges Bindeglied für enge Vernetzung in und zwischen den Teams und dem Unternehmen als Ganzes. Es schaffe ein Gefühl der Zugehörigkeit.

Die Arbeit

In der heutigen Zeit sei Arbeit immer weniger ein Ort, sondern vielmehr das, was man gerade tut. Ziel sei es, das neue Büro als einen attraktiven Kultur-Ort zu gestalten, an dem man sich gerne und regelmäßig treffen kann und dies auch möchte. Damit könne man das Gefühl „Ich muss zur Arbeit“ auflösen.

Berücksichtigen sollte man hier vor allem auch, dass sich durch Anwesenheitszwang auch keine Produktivität erzielen lasse. Die Mitarbeiter sollten von sich aus im Büro arbeiten wollen.

Die Menschen

Und ganz wichtig: nicht Gebäude machen ein Unternehmen aus, sondern engagierte Menschen – wo auch immer sie sich befinden. Arbeitnehmer haben durch ihre Erfahrungen der letzten Zeit verstanden, dass Arbeiten auch anders geht und werden auf ein Stück ihrer Flexibilität und Unabhängigkeit nicht mehr verzichten wollen. Wenn Arbeitgeber und Führungskräfte wollen, dass Ihre Belegschaft ins Büro zurückkehren möchte, müsse dieses technologisch unbedingt attraktiver gestaltet werden.

Sirona und die Rückkehr ins Büro

Es wurde angemerkt, dass sich gerade bei den jungen Leuten die Arbeitseinstellung verändere, teilweise weniger Disziplin vorhanden sei. Durch flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten könnte diese fast zu lässige Arbeitshaltung negativ bestärkt werden.
Jan Siefert erklärte, dass genau hier ein Umdenken notwendig sei. In gewissen Schritten müsse man mit der Zeit und dem aktuellen Arbeitsmarkt gehen – auch, um überhaupt als attraktiver Arbeitgeber in Frage zu kommen.

Was hat Sirona also gemacht? Während vorher jeder Mitarbeiter seinen eigenen Arbeitsplatz hatte, wurde die vorher vorhandene „Schreibtisch“-Arbeitsfläche insgesamt verkleinert und die Meetingräume im Gegenzug verschönert und vergrößert. Denn das Büro als Begegnungsstätte stehe nun im Vordergrund. Raus aus der Isolation des Homeoffice sollten die Mitarbeiter ins Büro wollen, um neben der Arbeit auch Gemeinschaft mit den Kollegen haben und Beziehungen pflegen zu können. Die Produktivität sollte mit dem Team und der Gemeinschaft vereint werden.
Insgesamt wurde also darauf geachtet, dass Kommunikation leicht gemacht werden könne.

Es gebe daher nun keine festen Arbeitsplätze mehr, sondern frei wählbare Plätze, auf die man sich alleine oder als (Projekt-)Team einbuchen kann und die alle standardisiert sind. So habe beispielsweise jeder den gleichen Laptop, sodass das Ladekabel immer passe und jeder Arbeitsplatz sei mit dem gleichen Bildschirm und einer Kamera versehen.
Außerdem wurde auf Geräuschdämmung geachtet und abgeschirmte Plätze für mehr Ruhe und Rückzug eingeführt. Individuelle Arbeitsutensilien können nach jedem Arbeitstag in einem Schließfach verstaut werden.
Sollte dennoch jemand die freie Platzwahl nicht wünschen, seien auch „fest buchbare“ Plätze vorhanden.

Jan Siefert merkte jedoch an, dass es für ein solches Projekt insgesamt wohl eine gewisse Größe bedürfe, da sowohl ausreichend Platz als auch ausreichend finanzielle Mittel vorhanden sein müssten.

Die zwei Seiten

Auch aus den Reihen der Teilnehmer wurden beide Seiten des Homeoffice beleuchtet – sowohl positiv als auch negativ.
Während beispielsweise die flexible Zeiteinteilung mehr Flexibilität und Möglichkeiten für Kinder und Familie biete und damit durchaus positiv sein könne, brauche man dennoch auch eine klare Trennung zwischen Arbeit und Familie und damit Struktur ohne Ablenkung. Das dürfe gerne in Form einer Begegnungsstätte durch den Arbeitgeber sichergestellt werden.

Fazit

Um also auf die ausgehende Hypothese zurückzukommen, kann man zusammenfassen:

Die Arbeit im Büro muss Spaß machen. Der Arbeitnehmer sollte nicht ins Büro kommen (müssen), weil es im Arbeitsvertrag steht, sondern weil es ihm selbst einen Mehrwert liefert (Team-Spirit, Gemeinschaft, tolle Arbeitsumgebung).
Wichtig sei jedoch auch, dass man nicht vergesse, dass sich die richtige Lösung nicht nur von Unternehmen zu Unternehmen, sondern auch von Team zu Team unterscheide. Wenn wir die Vorteile der weiteren Arbeitsplatzentwicklungen ausschöpfen wollen, müssen wir uns mit dieser Uneinheitlichkeit abfinden. Im besten Fall werden Mitarbeitende hier von Beginn an einbezogen. Das schafft ein starkes Gemeinschafts- und Mitwirkungsgefühl und stärkt Beziehungen!
Kultur werde nicht nur gelebt, sondern müsse vorgelebt werden 🙂

Danke Jan, für diesen wundervollen Input und danke auch an alle, die dabei gewesen sind, und diesen Abend bereichert haben! 🙂

Hier gibt’s noch mehr Inspiration: Designfunktion.

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Meet & Lead: Innovation und Tradition https://thank-god-its-monday.org/meet-lead-innovation-und-tradition https://thank-god-its-monday.org/meet-lead-innovation-und-tradition#respond Sun, 03 Apr 2022 15:43:22 +0000 https://thank-god-its-monday.org/?p=4899 „Innovation & Tradition: Wie eine Krypto-Investmentgesellschaft Startup-Feeling in eine Privatbank bringt“ war das Thema des ... Weiterlesen ...

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Innovation & Tradition: Wie eine Krypto-Investmentgesellschaft Startup-Feeling in eine Privatbank bringt“ war das Thema des Abends beim Meet & Lead im März.

Impulsgeber des Abends war Stephan Edelmann von der Hauck & Aufhäuser Innovative Capital Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH; unterstützt wurde er außerdem von zwei seiner Team-Mitglieder Aljana Kohnke und Sascha Hoffmann.

Unsere Takeaways des Abends haben wir hier für dich festgehalten.

Übersicht

  1. Wie alles begann…
  2. Die Herausforderungen
  3. Wie bilde ich das richtige Team?
  4. Phasen der Veränderung
  5. Schlüssel-Elemente
  6. Die Top 3 Gedanken aus der Führungs-Runde

Wie alles begann…

Stephan machte zu Beginn zunächst eine kleine Vorstellung und erklärte, dass es  Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVG) schon lange gebe. Sie kümmere sich u.a. um die Verwaltung und Administration von Fonds sowie vor allem um die Regulatorik im „Hintergrund“, von der wir als Nutzer nicht viel mitbekommen. Die Gewährleistung von Sicherheit und Sicherstellung regulatorischer Anforderungen haben hierbei einen hohen Stellenwert.

Aus diesem bestehenden Konstrukt basierend, und als Geschäftsführer einer etablierten KVG mit vornehmlich traditionellen Assets, wurde Stephan schließlich gefragt, ob er Interesse hätte, etwas „Neues“ auszuprobieren und auf Basis seiner Erfahrungen die Gründung und Etablierung einer Krypto-Investmentgesellschaft als Geschäftsführer zu begleiten. Denn Krypto-Assets haben sich mittlerweile als relevante Anlageklasse etabliert und auch einen festen Platz in den Köpfen von vielen institutionellen Investoren gefunden.

Die Herausforderungen dabei…

… waren nicht unbedeutend

  • Es galt, alle – d.h. sowohl die Kunden als auch alle Mitarbeiter der traditionellen Privatbank – von dem neuen Produkt, der Innovation und der damit einhergehenden Veränderung zu überzeugen. Nicht jeder ist bekanntlich Fan von Veränderungen. Starres Denken wie „Es war doch immer so“ erschwere (hindere) neue Prozesse und Veränderungen.
  • Alle Mitarbeiter im Start-Up brachten und bringen zwar Erfahrung mit, dennoch waren alle entsprechend neu, da etwas komplett Neues geschaffen wurde.
  • Ein Zusammenspiel aller Mitarbeiter und auch aller Prozesse musste geschaffen werden, die Balance musste stimmen und erst noch gefunden werden.
  • Auch Corona bildete eine Herausforderung, denn durch die Beschränkungen habe man die anderen Team-Mitglieder teilweise noch nie live, sondern immer nur virtuell gesehen.

Wie bilde ich das richtige Team?

Ein großes Thema, das Stephan ansprach, seien die Stellenbeschreibungen für sein neues Team gewesen. Denn oft passen Stellenbeschreibungen grundsätzlich zwar hervorragend auf eine Person, dennoch habe die Person „gar keinen Bock“ auf diese Aufgaben. Problematisch seien Stellenbeschreibung aber vor allem dann, wenn sie „Grenzen“ darstellen. Es sei viel wichtiger, nicht nur bei den Tätigkeiten der Stellenbeschreibungen stehen zu bleiben, sondern mit eigenem Interesse und Eigeninitiative weitergehen zu wollen, mit offenen Augen zu handeln und mit den Händen auch im eigenen Interesse anzupacken.

Wichtig seien daher – abgesehen natürlich von dem notwendigen Fachwissen – die folgenden Punkte:

  • BOCK HABEN
  • Teamfähigkeit
  • Eigenmotivation
  • Eigenverantwortliches Handeln
  • Kein Tellerrand
  • Keine Angst vor Fehlern
  • Kommunikation
  • Gemeinsame Reise
  • Vertrauen
  • Transparenz
  • Generalistisches Denken
  • Kein Micro Management

An den beiden ebenfalls teilnehmenden Teamkollegen konnten wir sehen, dass Stephan das hervorragend gemeistert hat und er es vor allem geschafft hat, sein Team emotional zu binden sowie für das Projekt zu begeistern. Ganz nach dem Motto „Nur wer brennt, kann andere auch anstecken“.

Phasen der Veränderung

Spannend hierbei war, dass diese Neuerungen, die das Startup mit den Krypto-Assets brachte, wirklich alle Bereiche der Privatbank betrafen. Möchte man Veränderung und vor allem Wachstum erreichen, so müsste jeder mitziehen und auch Prozessoptimierungen unterstützen.

Die Phasen der Veränderung könne man anhand des emotionalen Energielevels in Kombination mit der Zeit in folgende Abschnitte unterteilen und hervorragend gerade bei der Privatbank im Laufe des Prozesses beobachten:

  1. Schock
    oft herrscht zunächst eine Spannung, ein Schock und Ärger über angekündigte Veränderungen
  2. Verneinung & Ablehnung
    die Veränderung wird oft zunächst abgelehnt und ein abwartendes Verhalten an den Tag gelegt
  3. Rationale Akzeptanz
    während der folgenden Auseinandersetzung mit dem Thema und der anstehenden Veränderung gilt nach wie vor allgemeine Zurückhaltung
  4. Emotionale Akzeptanz
    die Krankenquote steigt, es folgt emotionale und rationale Akzeptanz der Veränderung, die Menschen beginnen sich darauf einzulassen
  5. Testphase
    es wird ausprobiert; es folgt eine Auseinandersetzung mit den neuen Anforderungen
  6. Erkenntnisphase
    eine ruhigere Geschäftstätigkeit kehrt wieder ein, während die Selbstsicherheit zunimmt
  7. Integrations- und Konsolidierungsphase
    Normalität und Routine im Umgang mit den neuen Anforderungen kehren ein

anz offensichtlich haben Stephan und sein Team die Innovation erfolgreich gemeistert, sodass der erste Krypto Fond pünktlich zum 1. April gelauncht werden konnte!!!

Schlüssel-Elemente

Gemeinsam mit seinem Team erörterte Stephan die Schlüssel-Elemente, die sein „Start-Up“ und damit die Innovation erfolgreich machten:

  • Es benötige viel Aufklärungsarbeit. Erklärungen sollten überall miteingebaut werden, um klar und transparent verständlich zu machen und aufzuzeigen, wieso Veränderung notwendig sei, wieso Innovation erfolgen solle und wieso die betroffene Person ihre Komfortzone verlassen sollte.
  • Unterschiedliche Menschen bedeuten auch unterschiedliche Reaktionen. Hier sei vor allem Geduld gefragt. Denn schließlich wollten sie als neues Team ja etwas von den Kollegen aus der Privatbank: Offenheit, Akzeptanz und letztendlich auch ein Mitwirken. Da sei es manchmal notwendig gewesen, nochmal drei Schritte zurückzugehen, sich auf die Bankmitarbeiter wirklich einzulassen und die Ängste und Bedürfnisse zu verstehen.

Die Top 3 Gedanken aus der Führungs-Runde

Während eines angeregten und spannenden Austauschs fielen zwei eindrucksvolle Sätze, die wir dir nicht vorenthalten möchten:

„Wer nichts zerbricht, schafft auch nichts Neues.“
= Dinge zu verändern, bewirkt Konflikte. Doch wer keine Konflikte erzeugt, schafft auch keine Einsicht der Notwendigkeit zur Veränderung.

„Frage nicht um Erlaubnis, sondern bitte um Vergebung.“ (nach Willy Meurer)
= Wir planen oft nicht nur 80 % im Voraus, sondern versuchen gleich 120 % zu planen, um vermeintlich Sicherheit zu erlangen.
Der einzige Weg vorwärts, durch den man auch der Geschwindigkeit der Umwelt gerecht wird, ist: einfach mal machen und ausprobieren anstatt zu warten, bis es perfekt sein könnte.
Aus Fehlern lernt man.

Zuletzt noch ein spannender Kommentar – ganz besonders aus Sicht der Organisationsentwicklung. So sei es unglaublich hilfreich zur Etablierung einer neuen Gesellschaft (hier die Krypto-Investmentgesellschaft) in einer bestehenden Gesellschaft (hier die Privatbank), Schlüsselpersonen in dem Bestehenden zu identifizieren und diese in die neue Gesellschaft zu transferieren, also wirklich Teil des neuen Teams werden zu lassen. So wird das Vertrauen in die Schlüsselpersonen auf die neue Gesellschaft übertragen und sorgt für mehr Akzeptanz.

Ein krönender Abschluss und Grund genug auf diesen Abend anzustoßen und sich nochmal dem Wein zuzuwenden.

Begleitet wurde unser Abend nämlich durch den Thanisch Tribut Riesling, vorgestellt durch die Weinschmiede Bickenbach. Auch dieser passte hervorragend zum Thema „Innovation & Tradition“, denn zusätzlich zum Wein gab es ein Video über den Wein, den Winzer, das Weingut und vieles mehr.

Vielen Dank an alle, die diesen Abend bereichert haben!!!

Schau dir gerne auch unseren Beitrag zum letzten Meet & Lead an 🙂

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Change Management: Theorie & Praxis https://thank-god-its-monday.org/meet-und-lead-change-management https://thank-god-its-monday.org/meet-und-lead-change-management#comments Sun, 27 Feb 2022 11:36:17 +0000 https://thank-god-its-monday.org/?p=4872 … wie Mitarbeiter lernen, seitwärts zu laufen „Wie Mitarbeiter lernen, seitwärts zu laufen: Change Management ... Weiterlesen ...

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… wie Mitarbeiter lernen, seitwärts zu laufen

„Wie Mitarbeiter lernen, seitwärts zu laufen: Change Management – von der Theorie zur Praxis…“ – was hier vielleicht etwas eigenartig und abstrakt klingt, war Thema unseres Meet & Leads im Februar: es ging um Veränderungen der Kultur im Unternehmen. Wir starteten mit einem Theorieteil und brachten dies zurück zur Praxis.

Übersicht

  1. Was ist Kultur und woran erkennt man sie?
  2. Wie verändert man sie? Stichwort Change Management
  3. Kommunikation
  4. Die Theorie

Was ist Kultur und woran erkennt man sie?

„ein System von Wertvorstellungen, Verhaltensnormen sowie Denk- und Handlungsweisen, das von einem Kollektiv von Menschen erlernt und akzeptiert worden ist und bewirkt, dass sich diese Gruppe deutlich von anderen sozialen Gruppen unterscheidet“.

Mit diesem Zitat von Scherm (2007) startete Tanja zur Frage, was denn Kultur eigentlich bedeute. Es gebe in der Literatur die unterschiedlichsten Antworten zu dieser Frage. Diese Definition war die für sie hier passendste gewesen, wenngleich sie auch nicht vollständig sei. Unternehmenskultur bilde sich zum einen aus Erlebnissen, die auf das Hier und jetzt übertragen werden (kognitive Dimension) und zum anderen werden zusätzlich Einstellungen und Werte eingebunden die lohnend, förderlich, sinnvoll etc. seien (affektive Dimension). Diese beiden Dimensionen

führten schließlich dazu, dass es zu einer Art „automatisiertem Handeln“ komme – das, was wir Kultur nennen.

Nach Schein gebe es drei Kultur-Ebenen:

  • Artefakte & Symbole = die sichtbare Ebene
    sie beziehe sich auf die „Oberfläche der Organisationskultur“
    (z.B. Logo des Unternehmens, Symbole, Namen, Kleidung oder gar dress code, Grußformen, Gebäude etc.)
  • Kollektive Werthaltung = die teils sichtbare, teils unbewusste Ebene
    sie beinhalte Normen, Standards und Richtlinien und betonen Präferenzen für bestimmte organisationale Ziele
    (z.B. Gerechtigkeit, Verantwortung, Ge- und Verbote)
  • Basisannahmen = die unsichtbare, unbewusste Ebene
    hier finde man Annahmen über die Umwelt, menschliches Handeln und soziale Beziehungen; gelebt werden diese Annahmen zwar unbewusst, seien aber für die Individuen der Organisation von elementarer Bedeutung
    (z.B. Menschenbilder, Offenheit für Lernen und Veränderung, soziales aufeinander Angewiesensein, Einstellung zur Umwelt etc.)

Wie verändert man Kultur? Auf dem Weg zum Change Management…

Veränderung könne auf Basis den Modells von Schein aus beiden Richtungen heraus stattfinden: Wenn das Ziel beispielsweise mehr Austausch im Unternehmen sei, könne man (auf der sichtbaren Ebene ansetzend) damit beginnen, Räume anzupassen und zu schaffen, dass Austausch überhaupt möglich ist. Man könne aber auch (bei den Basisannahmen beginnend) Menschen und (neue) Mitarbeiter einschleusen, die den Austausch fördern. Man müsse sich hier auch nicht für „entweder oder“ entscheiden; es könne gleichzeitig stattfinden.

Gerade unter Berücksichtigung des Titels für den Abend betonte Tanja, dass es wichtig sei, dass das Ziel nicht sei, die Mitarbeiter direkt um 180° zu drehen.

Außerdem stellte Tanja uns die drei Phasen eines Veränderungsprozesses nach Lewin vor: „Unfreezing, Moving, Freezing“.
Wenn man beispielsweise einen Eiswürfel hat, aber lieber eine Eiskugel hätte, ist der einzige Weg dorthin, den Eiswürfel zu schmelzen und anschließend das Wasser in der neuen Form erneut einzufrieren. Genau dieses Bild lasse sich nach Lewin auf die Struktur bzw. Kultur eines Unternehmens anwenden.

Kotter gehe an dieser Stelle sogar einen Schritt weiter und unterteilt diese drei Phasen in acht Phasen.
In der Change Communication sehe das dann folgendermaßen aus:

Idealtypisch verlaufen die Phasen nacheinander, startend mit der Analyse und Zieldefinition. In dieser Phase werde nach einer Analyse der gewünschten Ziele, die Strategie der Kommunikation festgelegt. Somit könnten im Anschluss die passenden Maßnahmen ausgewählt werden.Die zweite Phase der Orientierung und Information bezwecke, dass eine Veränderungsvision und auch Strategie formuliert werde. Wichtig sei dabei, dass alle Beteiligten über die einzelnen Schritte und deren Auswirkungen informiert werden.

Darauf folge in der dritten sogenannten Umsetzungs- und Partizipationsphase, die Durchführung der eruierten Maßnahmen. Alle Beteiligten werden aktiviert und jegliche (Teil-)Erfolge werden transparent kommuniziert.

Der Abschluss des CC-Prozesses konzentriere sich auf die Integration und Evaluation. Die Ergebnisse sollten in dieser Phase verankert, reflektiert und bestätigt werden. Darüber hinaus stehen hier auch die Bewertung und Kontrolle des Resultats im Fokus.

Kommunikation

Dass Kommunikation einen wichtigen Stellenwert hat (oder haben sollte), wissen wir theoretisch alle. Gerade beim Changeprozess ist sie aber unerlässlich. Denn Menschen haben oft Angst vor Veränderung, weil sie etwas Gewohntes verlassen, sich verändern oder anpassen müssen. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier und ist sich bei Veränderungen oft erst mal unsicher. So muss klar kommuniziert werden, was und wie verändert werden soll.
Im Modell der Kommunikationspyramide nach Mast, wird deutlich, welche Schritte in der Kommunikation berücksichtigt werden sollten, damit sich Verhalten tatsächlich ändern könne.

  1. Aufmerksamkeit finden
  2. Inhalte verstehen
  3. Inhalte behalten
  4. Akzeptieren von Positionen
  5. Änderung von Einstellungen
  6. Änderung von Verhalten, was schlussendlich das Ziel ist.

Wichtig zu verstehen sei hierbei jedoch, dass diese Schritte stets aufeinander aufbauten und nicht ohne den vorigen Punkt funktionierten.

Die Theorie

Gerade im weiteren gemeinsamen Austausch des Abends wurde noch einmal mehr deutlich: bei all der Theorie und den Modellen handele es sich um Idealbilder, Idealzustände und wohl in den seltensten Fällen seien diese vollständig erreichbar. In der Anwendung und Praxisumsetzung müsse es eben immer wieder angepasst werden.

Wir Menschen sind individuell, nicht jedes Modell passt zu jedem Menschen, ebenso wenig zu jedem Unternehmen oder jeder Situation.

„Change Management ist ein Prozess im Prozess.“ – Tanja Heusinger

Begleitet wurde unser Abend von einem klassischen und unserer Meinung nach superleckeren Bordeaux-Wein aus Frankreich – sehr zu empfehlen!????

Danke an die Weinschmiede Bickenbach!

Danke an Tanja!

Und Danke an jeden, der diesen Abend mit seiner Teilnahme, seinen Anregungen und Fragen bereichert hat!

Melde dich gerne bei uns, wenn du Fragen hast! 🙂

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Transformation beginnt im Kopf (/Commerzbank) https://thank-god-its-monday.org/transformation-beginnt-im-kopf https://thank-god-its-monday.org/transformation-beginnt-im-kopf#respond Sat, 29 Jan 2022 17:08:22 +0000 https://thank-god-its-monday.org/?p=4794 Was tun, wenn man plötzlich eine Krise in der Krise hat und wie kann eine ... Weiterlesen ...

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Was tun, wenn man plötzlich eine Krise in der Krise hat und wie kann eine Transformation aus dieser Krise heraus wirksam stattfinden?
Wann lohnt es sich, weiter in einen Mitarbeiter zu investieren, wann ist vielleicht doch eine Kündigung die richtige Entscheidung?

Das alles waren Fragen, denen sich Diana Macheleid bei unserem Meet & Lead am 28.01.2022 gewidmet hat. Das Thema „Krise in der Krise – Transformation beginnt im Kopf“ schien dabei ganz aktuell zu sein, denn die Teilnehmer-Runde war wirklich groß!

Diana Macheleid ist bei der Commerzbank AG als „Head of Digital Sales in Capital Markets mit Fokus Kundenbetreuung über digitale Wege und digitale Prozessoptimierung“ tätig. Gemeinsam mit einem Team von zehn Leuten und unter dem Motto „Gemeinsam Fortschritt (er)leben“ möchten sie ihren (Firmen-)Kunden dabei helfen, dem Fortschritt der Digitalisierung hinterherzukommen und wirksam zu leben. Dass sich Digitalisierung nur richtig gut erklären lässt, wenn man sie selbst auch durchdringt und versteht, führte dazu, dass die eigenen Mitarbeiter erst einmal eine „Transformation“ vor sich hatten.

Die Transformation

Dass Transformation niemals aufhört, bewies Diana Macheleid direkt zu Beginn des Abends selbst, indem sie zur Vorstellung ihres Vortrags ein interaktives Mural-Board verwendete.????

Zunächst starteten wir mit einer kleinen Reise in die Vergangenheit und hielten uns gemeinsam mit allen Teilnehmern vor Augen, wie stark sich das Bankgeschäft in den letzten Jahren verändert hat. Vom papierhaften Bankschalter zum Online-Banking und Schlagworten wie FinTech & Block Chain. Aber auch die Veränderung des Kunden selbst wie z.B. die ständige Suche nach neuen, bequemeren Bedingungen zeigte uns, wie groß der „Eisberg“ und damit die notwendige Transformation im Bankgeschäft war.

Somit wurde klar: der Finanzsektor ändere sich bzw. müsse sich ändern, um mit der Zeit zu gehen. Diese Transformation selbst müsse jedoch auch so gestaltet werden, dass die Menschen – sowohl Kunden als auch Mitarbeiter selbst – mitgenommen werden könnten.

Der Weg von Diana Macheleid und ihrem Team

Die entscheidenden Fragen:

„Wie kriegen wir den Kunden zur Digitalisierung?“
„Wie müssen wir uns selbst verändern, um dann Veränderung bei Kunden bewirken zu können?“

Mit der Veränderung bei sich selbst anfangen…

Um diese Fragen beantworten zu können, machte Diana Macheleid mit ihrem Team ein Brainstorming: Was ist jetzt aktuell gut und nehmen es für die Zukunft mit? Was ist nicht gut und muss geändert werden?
Der Fokus lag bei der Beantwortung der Fragen auf dem Kunden.
Die Ergebnisse teilten sie anschließend in drei Bereiche: Mindset, Organisation und Qualifikation, welche die wichtigsten Veränderungspunkte für den nachfolgenden Prozess sein sollten und eine Antwort auf das „Was soll verändert werden“ gaben.

Wie verändern? Wie unterstützen?

Wichtig sei in jedem Fall, dass der Mitarbeiter selbst Sinn und Zweck hinter der Veränderung sehe und auch verstehe, warum diese für ihn wichtig sei. Wenn es im eigenen Kopf ankomme, werde es zur eigenen DNA und auch nur dann könne es umgesetzt und irgendwann dann auch an den Kunden weitergegeben werden.

Zunächst wurden also den Mitarbeitern der anstehende Veränderungsprozess erklärt. Sie verschickten außerdem eine Email (sogar mit Videogruß ????) und stellten die Lernplattform „Masterplan“ vor. Hier können die verschiedensten Themen im Hinblick auf Digitalisierung im Eigenstudium erlernt werden.

Dieser neue Input aus der Lernplattform war nun die Basis für einen nächsten Schritt. Die Mitarbeiter wurden in kleine Gruppen aufgeteilt und bekamen die Aufgabe unterschiedliche und gerade für die Bank relevante Fragestellungen zu lösen. Diese Lösungen wurden dann von den Führungskräften bewertet und die besten ohne Umweg über den Vorstand an die IT-Abteilung zur Umsetzung weitergeleitet. Die Mitarbeiter und ihre Ideen wurden somit wahrhaftig Teil der Transformation und gleichzeitig auf die Beratung des Kunden bestens vorbereitet.

Die Führungskraft hat bei diesen Schritten eine starke Vorbildfunktion. Sie müsse immer wieder zeigen, dass eine Veränderung da sei und diese auch selber mit Überzeugung leben. Und das nicht, indem sie alles „schön male“, sondern maximal realistisch auch Schlechtes oder Anstrengendes anspreche und aufzeige. Auch das Reden über Fehler wurde im Gegensatz zu früher von Diana forciert, um den Mitarbeitern zu zeigen, dass Fehler passieren dürften – nur so könne man aus ihnen lernen. Nur so könne die Transformation bei den Mitarbeitern nachhaltig stattfinden.

Fazit

Transformation hört niemals auf. Wir werden immer wieder auf Hürden stoßen, die es gilt zu überwinden.

Wichtig als Führungskraft sei daher, nicht nur

  • immer wieder Impulse zu setzen,
  • als Vorbild für die Sache zu brennen,
  • Veränderung vorzuleben und
  • Werkzeuge an die Hand zu geben,

sondern auch,

  • dem Mitarbeiter verständlich zu machen, dass auch er etwas zur Veränderung beisteuern und damit Teil dieser werden kann.

„Wer stehen bleibt, steht im Weg!“ – Veränderungen werden niemals aufhören.

Danke

Vielen Dank Diana, für diesen wirklich bereichernden Abend und den Einblick in deine Arbeit!


Danke außerdem auch an die Weinschmiede Bickenbach!!!

Denn unser Abend wurde begleitet vom „Verde Prosecco frizzante San Simone“ vorgestellt von der Weinschmiede Bickenbach.

Gerne auch den nächsten Termin schon vormerken: Donnerstag, 24. Februar 19:00 Uhr.

Und melde dich gerne bei uns, wenn du Unterstützung brauchst! ????

Ganz lieben Gruß von Tanja, Julia, Lisa und Sabine

Cheers!

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