Was machen, wenn Mitarbeiter keine Verantwortung übernehmen?

Diesem Thema haben wir uns in unserem ersten Meet & Lead mit neun Führungskräften aus den unterschiedlichsten Branchen von Verein bis Großbank gewidmet. Das interessante, die ausgetauschten Erfahrungen waren für alle gleich hilfreich, denn letztendlich führen wir alle Menschen, die Bedürfnisse haben und nach Glück streben. Auch in Sachen Verantwortung übernehmen.

Wir möchten in diesem Blockbeitrag gerne unsere Takeaways teilen und dir damit Wege aufzeigen, die dazu führen, dass Menschen Verantwortung übernehmen.

Wenn deine Mitarbeiter keine Verantwortung übernehmen, schaue zu aller erst bei dir nach.

Mit „Wer hat den Ball“  vermittelt Thomas Fritsche, dass es oft vorkommt, dass Führungskräfte den Mitarbeitern den Ball zuspielen (etwas delegieren), die Mitarbeiter, den Ball wieder zurückspielen (z.B. Rückfragen oder der Glaube fertig zu sein) und Führungskräfte dann oft den Fehler machen, den Ball zu behalten und nicht wieder and den Mitarbeiter zurückzuspielen. Auch, wenn es Mut, Zeit und Geduld kostet, wenn du den Ball nicht wieder zurückspielt, „erziehst“ du dir Mitarbeiter, die keine Verantwortung übernehmen, denn sie lernen, wenn es schwierig wird, spiele ich einfach den Ball zurück.

Oft begegnet uns bei dem Thema Verantwortung…

…ein Perfektionismus der Führungskraft, der dazu führt, dass weder Verbindungen aufgebaut werden, noch dem Mitarbeiter ein Gefühl geben wird, die Aufgabe stemmen zu können. Übe dich gerne darin „fünf gerade sein zu lassen“ und vertraue darauf, dass mit etwas Übung, der Mitarbeiter die Aufgabe meistern wird. Wahrscheinlich jedes mal ein Stückchen besser. Das bedeutet nicht, gar kein Feedback zu geben, aber eben so, dass der Mitarbeiter stolz den Raum verlässt und nicht geknickt, weil du kein gutes Wort an seiner Arbeit gelassen hast.

…die Situation, dass nicht ausreichend beschrieben wurde, wie ein „Erledigt“ aussehen soll. Brenè Brown beschreibt dies gerne in ihrer Methode „Paint the done“. Schaue dir hierzu gerne unseren Blogbeitrag vom 23. Aug. 2020 an.

…der Pygmalion Effekt. Führungskräfte, die nicht an ihre Mitarbeiter glauben. Dies hat vielleicht gute Gründe, aber auch Folgen, denn die Mitarbeiter spüren dies. Du wirst Menschen an die du glaubst immer mehr fördern, als diese, an die du nicht glaubst. Tanja hat dir in unserer Montags Challenge vom 14.04. bereits davon berichtet. Schaue gerne nochmal nach.

Unterstütze deine Mitarbeiter, ein „Gemeinsam“ zu entwickeln, in dem jeder einen Beitrag leisten will

Hier sind wir unwillkürlich auf die Unterschiedlichen Generationen gekommen, denn genau die heißt es zu verbinden. Eine wie wir finden wundervolle Methode, das „Reverse Mentoring“, wurde hier genannt, welches 6 Monate lang immer 2 Personen verbindet. Das Ziel ist hierbei ganz unkonventionell, da in der Reverse-Form die jungen Kollegen Mentoren der älteren Generationen sind, um technische Inhalte zu vermitteln, Tools zu zeigen, die einem das Leben erleichtern oder auch einfach Einblick in die GenY&Z zu geben. Sehr interessant war, dass sich das Programm von „Reverse Mentoring“ zu einem „Peer to Peer Mentoring“ also einem Mentoring auf Augenhöhe entwickelt hat. Eine unglaublich gute Idee, wie wir finden!

Zum Abschluss noch ein Takeaway, der mir persönlich (Lisa) sehr nah gegangen ist, da so viel Wahrheit darin steckt. Gerade als junge Führungskraft oder Mitarbeiterin unter älteren Kollegen, kann manchmal eine große Kluft entstehen, gefüllt mit Befürchtungen. Befürchtungen der älteren Kollegen durch die Jungen ersetzt zu werden, nicht mehr mithalten zu können oder auch Befürchtungen der Jüngeren, nicht zu genügen oder nicht genug Erfahrung oder Fachwissen zu haben.

Diese Kluft kann überwunden werden, indem man liebevoll miteinander umgeht, mit ganz viel Respekt, Verständnis und Mitgefühl füreinander. Somit entstehen echte Verbindungen, Verbindungen, die man nicht enttäuschen möchte, Gemeinschaften bei denen man einen Beitrag leisten will, um dazuzugehören.

Denn letztendlich sind wir alle Menschen, die Bedürfnisse haben und nach Glück streben.

In diesem Sinne verabschieden wir uns und möchten dich gerne dazu animieren, dich in Mitgefühl mit deinen Kollegen und Mitarbeitern zu üben. Vielleicht bewusst erstmal nur eine Stunde pro Tag und dann Stück für Stück mehr, wenn es dir gefällt. Berichtet gerne in den Kommentaren über deine Erfahrung zu dieser Aufgabe, aber auch zu dem Thema Vertrauen.

Übrigens kann man sich hier zum nächsten Meet & Lead anmelden.

Liebe Grüße von deinem TGiM-Team, Lisa, Tanja, Julia & Frieda

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.