Wein des Monats fürs Teambuilding: 2020 MUSCHELKALK Weißburgunder trocken – Weingut Kleinmann

Auch in diesem Monat gab es wieder leckeren Wein und ein spannendes Thema, welches wieder einmal mehr als genug Grund war, unbedingt dabei gewesen zu sein. Diesmal inspirierte Michael Schneider (Commerzbank AG) die Runde mit seinen Ideen und Erfahrungen rund um das Thema Teambuilding.

Michael Schneider ist bei der Commerzbank AG im Bereich Risk-Management als Führungskraft tätig. Seine ersten Führungserfahrungen durfte er im Ausland machen: Von Irland nach Belgien, über Luxemburg in die Bankstadt Frankfurt am Main. Seine derzeitigen Schwerpunkte legt er auf die Digitalisierung sowie Change Innovations. Aber auch die große Herausforderung, den Nachwuchs zu qualifizieren liegt bei ihm zurzeit „auf dem Schreibtisch“. Teambuilding ist sein täglich Brot.

Michael gab uns zu Beginn einen Einblick in seine Best Practices bezogen auf kleinere Teams. Sein Tipp: Austausch fördern und dafür einen Rahmen geben, so entstehe ganz eigenständig eine positive Gruppendynamik. Hier ein Auszug seiner Tipps:

Good News Runde im Meeting

Michael startet mittlerweile alle Meetings im Team mit dem Teilen der „good News“. Jeder darf zu Beginn des Jour Fixes eine gute Nachricht des Tages mit den anderen teilen. Ehrlicherweise erzählte er uns, dass es anfangs schwer war, die Mitarbeiter dazu zu bringen, aber jetzt „shared“ jeder ganz freiwillig und der Teamspirit ist seitdem viel besser. Auch deswegen, weil nun die vielleicht schlechten News besser zu verkraften sind.

Walking Jour Fixe

Einmal pro Woche wird aus dem 30minütigen Jour Fixe eine aktive und lustige Aktion. Jeder schnappt sich seine Turnschuhe und läuft während des Meetings um den Block oder durch den Park. Jeder dort, wo er gerade ist. Und das bei Wind und Wetter. Gezwungen wird natürlich niemand, aber Michaels Erfahrungen haben gezeigt, dass das gerne angenommen wird. Notizen zu dem Besprochenen, ergänzt er, werden dann anschließend gemacht.

Der Stimmungsbarometer

Michaels Erfahrungen – die wir alle sicherlich auch gemacht haben: bei zweidimensionalen Meetings sieht man oft nicht, wie es der Person gegenüber wirklich geht. So wird in Michaels Team abends eine Zahl zwischen 1 und 10 in den Team-Chat geschrieben. 1= Stimmung ist heute schlimm bis 10= Stimmung ist super, gerne morgen nochmal so.

Dieses Tool finden wir super für Teambuilding, denn so kann man den Stimmungsverlauf der einzelnen Teammitglieder beobachten und kann ggf. viel gezielter Mitarbeiter ansprechen.

Wie schafft es Michael, dieses Tool nachhaltig zu implementieren? Seiner Erfahrung nach geschieht das durch die Gruppendynamik. Sein Team ist sogar soweit, dass es daraus eine Art Wettkampf macht. Sie „battlen“ sich, wer seine Stimmung zuerst im Chat veröffentlicht.

Die Runde ohne Chef

Eine Runde ohne den Chef, sodass es einen Rahmen gibt, indem die Mitarbeiter sich in Ruhe untereinander austauschen können.  „Diese Runde ist tatsächlich eine feste Institution geworden“ sagt Michael. Und tatsächlich weiß er gar nicht, wann sie immer stattfindet und wer dieses Meeting initiiert. Und das ist auch gut so. Das Team organisiert sich ganz eigenständig. #liebenwir

Die Erfolgsfeier zu Teambuilding

Das ist jetzt vielleicht eher untypisch für die Führungskräfte in Deutschland, aber Michael lädt regelmäßig sein Team in seinen Garten ein, um Erfolge gemeinsam zu feiern. Mit einem schmunzelnden Auge erwähnt Michael „Wir brauchen gar keine Erfolge mehr, um gemeinsam zu feiern“. #outofthebox #liebenwirauch

Das Lern-doch-mal-Format.

Einmal pro Monat für eine Stunde freitags stellt jemand aus dem Team ein Thema vor, wofür er oder sie wirklich brennt. Und das auch gerne fernab vom beruflichen Alltag. „Damit erweitern wir den Blickwinkel und fördern den Geist“ und so „wecken wir das Interesse für das mögliche Neue.“

Die Kalenderlücke

Nachdem Michael seine Best Practices mit uns geteilt hat, kam er zu der Frage: Teambuilding… wann denn eigentlich? Man werde in der heutigen Zeit immer mehr zum „Microsoft Teams-DJ“ und klickt von einem Meeting ins nächste. Michael teilte seine Tricks mit uns, wie man sich etwas mehr Zeit schaffen kann.

Einen Vormittag in der Woche blockt sich Michael einen festen Termin zum „Nachdenken“. Wie auch immer der Name für solch einen Blocker sein mag – wer sich keine Zeit nimmt, für das was einem wichtig ist und dafür dann auch mal nicht erreichbar ist, wird schlicht und ergreifend auch keine Zeit finden. Das können wir von TGiM so unterschreiben, denn auch wir haben einige feste Blocker in unseren Kalender. Diese Blocker gehen von einer „get your sh** done“- Zeit bis hin zu einer Zeit, die wir „Lesezeit“ nennen.

Meetings begrenzen 25 statt 30 Minuten, 50 statt 60 Minuten. 

Um den Kalender etwas zu entzerren, ist Michael gerade dabei, die Meetings zeitlich weiter einzugrenzen. Und hier greifen Michael und sein Team auch zu drastischen Maßnahmen. Ist die angesetzte Meeting-Zeit erreicht, wird „der Strom gekappt“ und das Meeting abgebrochen. Ehrlichweiser klappt das mit der Zeiteinteilung noch nicht perfekt, aber das Team rund um Michael wird von Mal zu Mal besser.

Hierzu gab es auch eine schöne Idee aus der Meet & Lead Runde: Holger Wußmann teilte seine Erfahrung. Bei ihm werden Meetings immer im 15 Minuten nach bis 15 Minuten vor der vollen Stunde gelegt. Also zum Beispiel 13.15 bis 13.45 Uhr. So hat man vorher und nachher noch etwas Zeit, selbst wenn das Meeting doch mal ein paar Minuten länger gehen sollte.

Hybrides Arbeiten als Teambuilding-Maßnahme

Nach den Tipps rund um das Thema „Zeit schaffen“ kommt Michael zu dem spannenden Thema: Wie die Mitarbeiter wieder aus dem Homeoffice zurückholen? Und wie viele „kommen“ eigentlich wann wieder zurück? Künftig müssen aus Michaels Sicht hybride Lösungen gefunden werden. Michael sieht dafür eine Art Stundenplan für hybrides Arbeiten: Zusammen im Team wird besprochen, was aus der Corona-Zeit gelernt wurde. Dafür wird Michael folgende Fragen zum Reflektieren nutzen:

  • Was wollen wir aus der Zeit von remote Work unbedingt erhalten?
  • Was soll auf keinen Fall passieren, wenn wir hybrid arbeiten?
  • Was wäre dein Idealbild beim hybriden Arbeiten?

So wollen wir das hybride Manifest für jede Abteilung erarbeiten und wir wollen einen hybriden Stundenplan zusammen diskutieren und erstellen, sagt Michael. Was für ihn definitiv schon feststeht ist, dass es einen „Office Day“ geben wird, an dem alle zusammen im Büro sind.

Wir bedanken uns sehr bei dir, lieber Michael. Du hast uns rotz deines langen Tages auf einer Konferenz sehr  mit seinen Best Practices bereichert.

Das nächste Meet & Lead findet am 21. Oktober 2021 statt. Hier kannst du dich anmelden.

Lieben Gruß von Tanja, Julia und Lisa

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