Fluktuation – Wettbewerbsnachteil bei Fachkräftemangel

Fluktuation ist ein ernstzunehmendes Thema im unternehmerischen Alltag. Eine geringe Fluktuationsquote kann sich, gerade in Zeiten von Führungs- und Fachkräftemangel, als entscheidender Wettbewerbsvorteil für Unternehmen erweisen und die Existenz sichern. Eine Auseinandersetzung der Führungskräfte und Unternehmer mit dieser Herausforderung ist heutzutage also unerlässlich.

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Fluktuation – Definition und Effekte

Unter Fluktuation werden alle Veränderungen in der Belegschaft bezeichnet, die zu einem Personalabgang führen und die auf Initiative des Arbeitnehmers zurückzuführen sind. Gründe für einen Abgang können sein:

  • Kündigung durch den Arbeitnehmer
  • Auflösungsvertrag auf Initiative des Arbeitnehmers
  • alters- oder krankheitsbedingter Renteneintritt bzw. Tod des Arbeitnehmers.

Wir schauen uns hier vor allem die Kündigung durch den Arbeitnehmer an.

Berechnung der Fluktuationsrate

Die so genannte Fluktuationsrate (auch Fluktuationsquote) gibt Auskunft über die relative Größe der „Personalbewegung“ im Unternehmen. Diese erlaubt außerdem Rückschlüsse auf den Grad der Zufriedenheit oder die Motivation der Mitarbeiter. Berechnen kann man die Fluktuationsrate/ -quote folgendermaßen. Die Formel lautet:

Fluktuationsrate = freiwillige Abgänge / durchschnittlichen Personalbestand der Periode* 100

Als übliche Periode für eine Betrachtung wird in der Regel ein Jahr verwendet.

Kosten der Fluktuation

Schließt man alle direkten und indirekten Kosten einer Kündigung ein, können bis zu ein Jahresgehalt zusammenkommen. Die Fluktuationskosten können also sehr hoch sein. Mit dieser Information im Hinterkopf wird vielen erst bewusst, wie wichtig deswegen die Prävention von Fluktuation und die Senkung der Fluktuationsquote ist. Aber nicht nur die Kosten spielen hier eine Rolle. Es wird auch zunehmend schwieriger, hochqualifizierte Fachkräfte zu moderaten Gehältern finden.

Vor allem Ingenieure und IT-Fachkräfte werden heute bereits händeringend gesucht. Doch auch in den sozialen Bereichen werden gut ausgebildete Arbeitskräfte immer mehr zur Mangelware. Für Führungskräfte bedeutet dies: Sie brauchen neue Strategien um Fachkräfte zu finden und vor allem langfristig an das Unternehmen zu binden. Eine gute Fachkraft hat heutzutage nämlich die freie Wahl aus unzähligen attraktiven Stellenangeboten. Dementsprechend hoch ist auch die Fluktuationsrate.

Gründe für Fluktuation

Es lohnt sich die Ursachen für Fluktuation zu analysieren und diese zu reduzieren. Was läuft im Unternehmen gut und was wird als störend bewertet. Was könnten also die Gründe für Fluktuation sein? Aus den Ergebnissen kann ein erfolgreicher Plan zur dauerhaften Reduzierung der Fluktuationsrate entstehen. Denn Mitarbeiter, die sich wohl fühlen, bleiben ihrem Unternehmen treu, verhalten sich loyal und sind außerdem deutlich leistungsfähiger.

Mitarbeiterbindung

Viele Unternehmen fürchten, ihre Mitarbeiter nicht binden zu können und dadurch ihre besten Mitarbeiter zu verlieren. In einer Umfrage gaben 82 Prozent der befragten Finance-Manager an, dass die Mitarbeiterbindung von Spitzenkräften deren größte Herausforderung wäre.

Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema Fluktuation bzw. Mitarbeiterfluktuation und Mitarbeiterbindung wird immer mehr zum Erfolgsfaktor. Die große Bedeutung von Mitarbeiterbindung ist vielen Unternehmen bewusst, rund 74 % der Unternehmensführung und Führungskräften sehen diese als eines der drei wichtigsten Themen für die Zukunft des Unternehmens (HR-Report 2012/2013 mit Schwerpunkt Mitarbeiterbindung).

Fachkräftemangel

Fachkräftemangel ist kein neues Phänomen. Mit dem Voranschreiten des Fachkräftemangels durch die geringen Geburtenraten geht der Trend in Zukunft aber immer mehr zu einem wachsenden Selbstbewusstsein der Mitarbeiter. In vielen Bereichen werden sie schon bald zwischen vielen Jobangeboten wählen können, anstatt hunderte Bewerbungen erfolglos zu versenden.

Für die Unternehmen bedeutet das: Der Konkurrenzkampf um die besten Mitarbeiter hat begonnen. Sie müssen sich zunehmend aktiv um gute Kräfte bemühen und diese von sich überzeugen. Es bewirbt sich also das Unternehmen um den Mitarbeiter. Das ist heute in vielen Branchen bereits Realität.

Was bedeutet Fluktuation für dich als Arbeitgeber?

Arbeitgeber müssen sich daher vermehrt mit Themen, wie „Employer Branding“ wegen der steigenden Fluktuationsraten auseinandersetzen. In einer bei Statista veröffentlichten Umfrage gaben die Personalverantwortlichen bereits den demografischen Wandel sowie Fachkräftemangel als die wichtigsten aktuellen Trends in der Personalrekrutierung und -bindung an.

Fluktuation - Trends im Recruiting

Quelle: Statista.de – Trends im Recruiting

 

Fluktuation reduzieren: So funktioniert Mitarbeiterbindung heute

Um Lösungen für das Problem der Mitarbeiterfluktuation zu finden, muss eine Unterscheidung getroffen werden – zwischen globalen und lokalen Faktoren für die Fluktuationsursachen. Globale Faktoren sind wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Natur, worauf ein einzelnes Unternehmen nur schwer Einfluss hat. Lokale Faktoren der Fluktuation betreffen das Unternehmen selbst sowie die Mitarbeiter, die dort arbeiten. Genau hier sollte ein Unternehmen ansetzen, denn nur hier kann tatsächlich Veränderung bewirkt werden.

Außerdem geht es schon lange nicht mehr nur darum hoch qualifizierte Mitarbeiter für sich als Arbeitgeber zu gewinnen, sondern viel mehr diese auch langfristig zu halten.

Natürlich ist die Mitarbeiterbindung nicht die einzige Lösung für jedes Fluktuationsproblem. Es gibt viele verschiedene Gründe dafür, warum es in einem Betrieb einen regen Wechsel in der Belegschaft gibt. Dazu gehört aber sicherlich auch die Mitarbeitermotivation. Denn emotionale Gründe, zum Beispiel das Image des Unternehmens oder der „Sinn“ der eigenen Tätigkeit, spielen eine zentrale Rolle für die Mitarbeiterloyalität. Außerdem sind enttäuschte Erwartungen an den Arbeitsplatz oder das Unternehmen ein Faktor.

Zur Unterstützung hier einige Tipps, wie Mitarbeiterbindung durch weiche Faktoren erhöht werden kann. Für wenig Geld, in kurzer Zeit und ohne Unternehmensumzug. Folgende Maßnahmen gegen Fluktuation können getroffen werden.

Maßnahme 1: Motivierend führen

Wer die Fluktuation senken will muss dafür sorgen, dass die Mitarbeiter sich im Unternehmen wohlfühlen und die Loyalität der Mitarbeiter zum Unternehmen steigt. Die Fluktuationsrate steht im direkten Zusammenhang mit der Motivation der Mitarbeiter. Wer vermutet, Top-Mitarbeiter können Sie im Notfall einfach durch eine Gehaltserhöhung an das Unternehmen binden, hat weit gefehlt. Eine Großstudie mit mehr als 18.000 befragten Fach- und Führungskräften von StepStone kam zu dem Ergebnis, dass das Gehalt nur ein kleiner Faktor für die Motivation der Mitarbeiter ist. Viel wichtiger war demnach die Frage, ob Mitarbeiter regelmäßig gelobt werden und wertschätzendes Feedback erhalten.

Gute Führung zeichnet sich, laut einer Studie von Prof. Dr. Badura an der Universität in Bielefeld, dadurch aus, dass Unternehmen eine mitarbeiterorientierte Kultur etablieren. Es geht außerdem darum die Stärken und Schwächen der Mitarbeiter zu erkennen, diese zu benennen und in den Vordergrund zu stellen. Dadurch können Sie die Angestellten aktiv fördern. Hier findet sich das Interview mit Prof. Dr. Badura.

Maßnahme 2: Arbeitsklima verbessern

Menschen brauchen Harmonie und Freude. Wird in einem Unternehmen ständig gestritten oder sogar Mitarbeiter gemobbt, muss unbedingt eingegriffen und gegengesteuert werden. Auch gute Beziehungen zwischen den Mitarbeitern senken die Fluktuationsrate.

Unsere Empfehlung lautet: Schaut euch einmal die Lob-Boxen „Ich für dich“ an. Damit lässt sich euer Arbeitsklima revolutionieren und gegenseitiges Lob wird so leicht und normal wie Händewaschen.

Maßnahme 3: Wertschätzungs- und Anerkennungskultur etablieren

Mangelnde Anerkennung und Wertschätzung ist definitiv ein Kündigungsgrund. Versuche nicht weiter die Strategie „nicht geschimpft ist Lob genug“ zu fahren, sondern tatsächlich eine Lobkultur zu leben. Das gibt den Mitarbeitern das Gefühl, wichtiger Teil des Unternehmens zu sein. Am besten helfen regelmäßige Mitarbeitergespräche, in denen Du Mitarbeiter für bisherige Leistungen anerkennst und bei eventuellen Schwierigkeiten unterstützt.

Unsere Empfehlung: Nutzt aktiv die Lob-Boxen „Chef für dich“. Diese helfen Führungskräften Lob ganz einfach und strukturiert in die Führung zu integrieren. Sehr effizient, zeitsparend und hochgradig wirksam mit Hilfe von Thank God it`s Monday!

Maßnahme 4: Arbeitgeberattraktivität steigern

Die Arbeitgeberattraktivität ist nicht nur ein wichtiges Element um Mitarbeiter ins Unternehmen zu holen, sondern auch um diese zu halten. In einer Studie der Universität St. Gallen zeigt sich, dass Mitarbeiter die in einem „attraktiven“ Unternehmen arbeiten häufiger Verhaltensweisen zeigen, die dem Unternehmen nutzen. Also z.B. neue Ideen entwickeln, Commitment zeigen und den Wunsch haben außergewöhnliche Leistungen abzuliefern. Ganz anders als jene, die sich negativ auswirken (z.B. Zeit absitzen, häufiger Krankenstand, Demotivation).

Darüber hinaus sinkt die Kündigungsabsicht laut der Studie um ca. 19 %. Mitarbeiter. Außerdem agieren Mitarbeiter plötzlich sogar als „lebende Werbetrommel“. Sie empfehlen Bekannten und Freunden das Unternehmen als Arbeitgeber. Hauptförderer der Arbeitgeberattraktivität sind laut dieser Studie:

  • internes Unternehmertum
  • Vertrauen
  • Familienförderung
  • ein Arbeitsklima, in dem produktive und angenehme Energien herrschen

Mehr zu diesem Thema findest du hier.

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